Der Entwickler und Publisher Ubisoft sorgt in letzter Zeit für mächtig Unmut unter den Spielern. Zuerst die Sache mit dem Grafik-Downgrade von Watch_Dogs auf dem PC, dann eine an den Haaren herbeigezogene Entschuldigung für das Fehlen der weiblichen Charaktere im Koop-Modus von Far Cry 4 und Assassin’s Creed Unity und nun ein neuer Fauxpas.

Dieses Mal geht es erneut um Far Cry 4. In einem aktuellen Podcast mit Larry “Major Nelson” Hryb hat sich Ubisofts Creative Director Alex Hutchinson zum Grafikvergleich zwischen der PC-Version und den beiden Next-Gen-Fassungen geäußert. Wie Hutchinson dabei anmerkte, würde die Grafik der Xbox One- und der PlayStation 4-Umsetzungen des Spiels in etwa den Ultra-Einstellungen der PC-Version entsprechen.

Diese Aussage ist natürlich großer Humbug und wurde auch prompt von Johan Andersson, seines Zeichens Technical Director für die Frostbite-Engine bei Electronic Arts, via Twitter zerrissen: ““Es ist peinlich zu hören, wenn die Entwickler sagen, dass ihre Konsolen-Versionen die gleiche Qualität bieten wie die Ultra-High-Einstellungen auf dem PC. Dann habt ihr die Leistung eines PCs nicht ausgenutzt!“, so der Macher.

Auch Keith Judge, Unreal Engine 4 Programmierer bei Pitbull Studios, schaltete sich in die Diskussion ein und merkte scherzhaft an: “Unsere Konsolen-Version ist die gleiche wie die PC-Version mit Ultra-High-Einstellungen. Aber sie läuft nur mit 2 Frames pro Sekunde.”

Mit solchen Aussagen verärgert der Hersteller immer wieder seine PC-Fans. Auch die Demo von The Division soll mittlerweile ein Grafik-Downgrade erhalten haben, da man die Entwickler laut einem vermeintlichen Insider unter Druck setzte, auf allen Plattform optisch vergleichbare Arbeit abzuliefern, so dass die Konsolen-Versionen im Vergleich mit der PC-Fassung gut dastehen.

Ob sich dieses Verhalten gegenüber den Spielern auf Dauer auszahlt, weiß wohl nur Ubisofts PR-Abteilung.


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