Die Entwickler-Legende Peter Molyneux hat in einem aktuellen Interview über seine bisherigen Projekte gesprochen und verriet dabei, dass es ihm, ganz egal, wie sehr er sich bemüht, vermutlich nie gelingen wird, das perfekte Spiel zu erschaffen, denn die Abstriche, die man bei dem Entwicklungsprozess hinnehmen muss, lassen die Verwirklichung einer Idealvorstellung nicht zu.

Fable 3 war ein Desaster

Rückblickend auf die Fable-Reihe gab Molyneux zu, dass er es ziemlich enttäuschend fand, dass die Spiele seinen ursprünglichen Vorstellungen und den Erwartungen der Spieler nicht entsprechen konnten. In seiner Idealvorstellung war Fable ein wunderschönes, unglaubliches, amüsantes, witziges, artistisches und wundervolles Juwel eines Spiels, welches das Herz eines jeden Spielers berührte und ihn sofort in seinen Bann zog. Doch zu diesem Juwel wurde das Spiel nie.

Dennoch war Fable 1 laut Molyneux kein schlechter Titel gewesen, wenn man bedenkt, dass es das erste Spiel dieser Art war, das er gemacht hat. Es hatte hier und da technische Mängel, aber es war dennoch nicht schlecht. Mit Fable 2 war man laut dem Entwickler schon auf einem guten Weg, doch bei Fable 3 habe man komplett versagt.

“Ich denke Fable 2 war ein Schritt in die richtige Richtung. Fable 3 war hingegen ein Totalschaden”, sagte der Macher und verriet, dass er heute einige Dinge anders machen würde, wenn er die Zeit zurückdrehen könnte. “Ich würde die Fortschritte nehmen, die wir von Fable 1 bis Fable 2 gemacht haben, ich würde die selben Fortschritte von Fable 2 bis Fable 3 machen und noch ein ganzes weiteres Jahr daran arbeiten. Aber wäre es dann das perfekte Juwel, das ich mir in meinem Kopf vorstelle? Nein.“

In Zukunft weniger Versprechungen

Dass er im Vorfeld gegenüber der Presse und Fans stets Versprechungen machte und diese nicht immer einhalten konnte, dessen ist sich der Entwickler bewusst. So merkt er selbst an, dass er in Zukunft vielleicht nicht so begeistert gegenüber der Presse auftreten sollte.

Laut Molyneux sei es ganz egal, in welchem kreativen Bereich man arbeitet, das Endergebnis unterscheide sich immer von der ursprünglichen Idee und viele kreative Menschen, mit denen er darüber sprach, seien im Nachhinein von ihrer eigenen Arbeit enttäuscht gewesen.


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