Mit EverQuest Next will Sony Online Entertainment das seit Jahren stagnierende MMO-Genre aus seiner Lethargie erwecken und mit einem ambitionierten Konzept nicht weniger, als “das nächste große Ding” abliefern. Im Rahmen des diesjährigen SOE Live Events stellten die Macher am 02.08.2013 nicht nur zum ersten Mal ihren neuen Hoffnungsträger vor, sondern machten auch deutlich, dass die Zeit immer gleicher langweiliger Themepark-Konzepte vorbei ist.

Es ist Zeit, neue Wege zu gehen

Schon bei der Präsentation der EverQuest Lore, die rund 10.000 Jahre bekannter Geschichte umfassen soll, gehen die Entwickler nicht den üblichen Weg und langweilen die Leute nicht mit einem austauschbaren CGI-Trailer. Stattdessen lassen sie die Geschichte des Spiels von einem Sandkünstler auf eine beleuchtete Glasoberfläche zeichnen. So erfahren die Fans etwas über die Story, während vor ihren Augen echte Kunstwerke aus Sand entstehen.

Der optische Stil von EverQuest Next erinnert ein wenig an Fable und wirkt daher eher verspielt. Um die grafischen Details kümmert sich eine stark modifizierte Forgelight Engine, die auch in Sonys PlanetSide 2 zum Einsatz kommt. Diese sorgt für große Weitsicht, dynamische Licht- und Schatten sowie schicke Tag- und Nacht-Effekte.

Eine komplett zerstörbare, persistente Welt

Die Welt selbst wurde aus Voxeln (dreidimensionalen Rastergrafiken) gebaut, was eine komplette Zerstörbarkeit der Umgebung ermöglicht und so den Spielern neue Wege auf ihren Abenteuern eröffnet. Die Macher haben Norrath nicht nur horizontal, sondern auch vertikal gebaut, weshalb man durch ein frisch entstandenes Loch im Boden nicht selten einen unterirdischen Dungeon oder einen Lava-See entdeckt.

Da die Zerstörung zu jeder Zeit und überall vorgenommen werden kann, können von den Spielern so vollkommen neue Umgebungen und Monster entdeckt werden, die tief unter der Oberfläche der Welt lauern.

Sowohl die Fähigkeiten der Spieler als auch die der NPC-Widersacher können die Umgebung komplett verwüsten, doch während sich die Erdoberfläche nach einiger Zeit wieder regeneriert, bleiben Dinge auf der Oberfläche, wie Häuser, Burgen oder ganze Dörfer und Städte zerstört, bis die Spieler diese von Hand wieder aufbauen.

Im Folgenden kannst du dir anschauen, wie sich die Fähigkeiten der Charaktere auf die Umgebung auswirken.

Rallying Calls

Die Rallying Calls, oder wie man sie in anderen Spielen nennt, Public Quests, werden laut den Machern stellenweise recht umfangreich ausfallen und können mitunter bis zu drei Monate am Stück dauern. Dabei ist die Zusammenarbeit der Spieler von entscheidender Bedeutung und erfordert Krieger und Handwerker gleichermaßen, um die benötigten Ressourcen zu beschaffen, herzustellen und beispielsweise eine ganze Stadt wieder aufzubauen.

Daraus sollen sich wiederum andere, dynamische Aufgaben ergeben. So kann ein Teil der Spieler brennende Häuser löschen, beim Wiederaufbau helfen oder aber auch die Ursache des Übels suchen und bekämpfen.

Dynamische KI

Die NPCs sollen laut den Machern ebenfalls über eine eigene, ausgeklügelte KI verfügen, die sich je nach Art und Rasse unterscheidet. Als Beispiel wurden die Orks herangeführt, die über keine fest vorgeschriebenen Skripte, sondern über eigene Persönlichkeit und Vorlieben verfügen, die ihr Verhalten in der Welt definieren.

So würden Orks beispielsweise niemals in die Nähe einer Stadt ziehen, da dort einfach zu viele Wachen patrouillieren. Stattdessen würden sie sich einen Platz in der Nähe einer Straße suchen, dort ihr Lager errichten und anfangen, vorbeiziehende Reisende zu überfallen und zu terrorisieren.

Der Spieler wiederum hat nun mehrere Möglichkeiten, diese Plage am Straßenrand loszuwerden. Er geht in die benachbarte Stadt und informiert die Wachen. Diese fangen an, die Straße zu überwachen, was die Orks wiederum zum “umziehen” bewegt. Eine andere Möglichkeit wäre, selbst für Gerechtigkeit zu sorgen und das Lager auszuräuchern, so dass sich die Grünhäute das nächste Mal lieber woanders ansiedeln.


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Kommentare zu "EverQuest Next: Release, Klassen, zerstörbare Welt und Co. – Alle wichtigen Infos zum Sandbox-MMORPG im Überblick"

Schöner Artikel nicht so halbherzig wie bei man anderen Seiten, wo dann vielleicht noch Fehlinformationen drin stehen.
Ich selber bin sehr gespannt auf das Spiel könnte es wirklich was anderes werden. Sollte das Spiel funktionieren kann kein Entwickler mehr sagen man kann nichts großartig ändern. Gut das sage ich schon seit ich TSW gespielt habe aber naja.
Mal schauen ob auch so alles ins Spiel kommt sie haben aj viel angekündigt im Vergleich aber weniger gezeigt, dennoch bin ich guter Dinge.

Ich freu mich drauf, auch die Grafik gefällt mir erinnert mich irgendwie an ein Mix aus Siedler und Dota 2.
Kann sich also durchaus sehen lassen. 🙂