Electronic Arts LogoWas geht da im Hause Electronic Arts vor sich? Nachdem es in den vergangenen Wochen bereits zu Entlassungen bei EA Montreal kam und sich auch die Schließung des “EA Partner”-Labels abzeichnete, scheint der Publisher aktuell wohl tatsächlich umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen durchzuführen, was auch weitere Mitarbeiter und Studios mit einschließt.

Zahlreiche Entlassungen und Schließungen von Studios

Wie Kotaku berichtet, wurden im Zuge der Umstrukturierung rund 10 Prozent der gesamten Belegschaft entlassen. Insgesamt waren bis vor kurzem rund 9.000 EA-Angestellte weltweit für den Konzern tätig. In der offiziellen Mitteilung des Unternehmens bedankt sich EA bei den entlassenen Mitarbeitern für die erbrachten Leistungen und will sich „auch zukünftig auf die Entwicklung großartiger Spiele konzentrieren“.

Von den aktuellen Veränderungen innerhalb des Unternehmens scheint auch das eine oder andere Studio betroffen zu sein. So wurden die beiden Spieleschmieden PopCap Vancouver (Plants vs Zombies, Bejeweled) und Quicklime Games (Need for Speed: World) offenbar geschlossen. Auch Gerüchte um das Ende des Entwicklers Visceral Montreal, der erst vor Kurzem den Action-Titel Army of Two: The Devil’s Cartel veröffentlichte, halten sich hartnäckig.

Weitreichende Veränderungen innerhalb des Unternehmens

In einem internen Memo, das der Redaktion von Kotaku zugespielt wurde, informiert der EA-Vorsitzende und CEO des Konzerns, Larry Probst, seine Mitarbeiter über einige wichtige Änderungen innerhalb des Unternehmens. So habe man einen Betriebsplan aufgestellt, um das Wachstum anzutreiben, die Anzahl der Mitarbeiter zu verringern und die Kosten wieder unter Kontrolle zu bringen.

Das Führungsteam wurde in den letzten Wochen mit der Aufgabe betraut, sämtliche Bereiche des Geschäfts auszuwerten, um klare Prioritäten zu setzen und eine effizientere Organisationsstruktur zu etablieren. Das Ergebnis dieses Prozesses sind Reduzierungen von Mitarbeitern und Standorten sowie weitere geschäftliche Veränderungen.

Die beiden Label-Marketing-Teams “Global Acquisition Marketing” und “Marketing Analytics” werden unter der Leitung von Todd Sitrin zusammengefasst. Origin ist ab sofort der Organisation des EA Labels-CEOs Frank Gibeau unterstellt, während Andrew Wilson fortan als Leiter der Online-Plattform fungiert.

Das scheinen keine rosigen Zeiten zu sein, die aktuell bei Electronic Arts herrschen. Es bleibt zu hoffen, dass keine weitere Studios und Arbeitsplätze gestrichen werden.


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