Dead Space 3 Isaac ClarkeNach der Ankündigung von EA, die Mikrotransaktionen in sämtlichen eigenen Spielen zu ermöglichen, äußerte sich der Ex-Epic-Mitarbeiter Cliff Bleszinski ebenfalls zum Thema und verteidigte die Geschäftspolitik des Publishers. Als Beispiel nannte der Entwickler das Studio Valve, das mit seiner Verkaufs- und Spieleplattform Steam die Vorreiterrolle beim Verkauf von digitalen Gütern einnimmt.

Valve wurde auch kritisiert

“Die Menschen lieben es, auf Origin herumzureiten, aber sie vergessen, dass für eine ganze Weile Steam ebenfalls kritisiert wurde. Niemand nahm es am Anfang ernst. Als Gabe es auf der GDC vorstellte, rollten meine ehemaligen Kollegen nur mit den Augen. Und wer lacht jetzt? Alle von Valve! Es dauerte Jahre, Steam in den herausragenden Zustand zu bringen, in dem es sich heute befindet. Doch das scheint im Internet irgendwie jeder zu vergessen und kritisiert EA für den Versuch, einen eigenen Online-Dienst zu etablieren”, so Bleszinski.

Auch blickte “Cliffy B” auf seine Zeit bei Epic Games und die Reaktionen der Fans zurück, als man das erste Mal Mikrotransaktionen in einem Gears of War-Spiel erlaubte.

“Ich erinnere mich an die Wut der Nutzer auf Epic, als man es erlaubte, Waffen-Skins in Gears of War 3 zu erwerben. Ich antwortete einem wütenden Fan auf Twitter ‘Du bist mehr als herzlich dazu eingeladen, diese optionale kosmetische Waffen-Skins, die dich für den Feind besser sichtbar machen, nicht zu kaufen.’ ‚Und wisst ihr was? Trotz der Aufregung haben viele Menschen diese Skins erworben (ich habe die Zahlen gesehen)”, erklärt der Entwickler.

Spieler, die sich aufregen, sind eine Minderheit

Für all die Nörgler da draußen hat der Macher eine einfache Lösung parat. “Wenn ihr EA nicht mögt, kauft ihre Spiele nicht. Wenn ihr ihre Mikrotransaktionen nicht mögt, gebt kein Geld dafür aus. So einfach ist es. Für EA arbeiten jede Menge clevere Leute und sie würden diese Dinge nicht ausprobieren, wenn es nicht funktionieren würde. Wie sich herausgestellt hat, funktioniert es. Ich kann euch versichern, dass es ganze Teams von Analysten gibt, die die Zahlen hinter dem Verhalten der Konsumenten in Hinblick darauf, wie ihr Spieler euer hart verdientes Geld ausgebt, studieren.“

Laut Bleszinski stellt die schreiende Meute der Spieler im Internet die Minderheit dar. “Wenn ihr euch aktuell darüber in GAF-, IGN- oder Gamespot-Foren aufregt, wisst ihr was? Ihr seid die lautstarke Minderheit. Der Durchschnittsspieler, der einfach jedes Jahr nur Madden oder GTA kauft, weiß nichts davon und interessiert sich auch nicht dafür. Er hat kein Problem damit, ein paar Dollar mehr ins Spiel zu investieren. Warum denn auch nicht?”

F2P bleibt, gewöhnt euch dran

Der Markt befinde sich aktuell im Wandel, meint der Entwickler weiter. “Das alte Geschäftsmodell wird sich entweder weiter entwickeln und wachsen, oder es stirbt. Niemand weiß das wirklich. ‘Free-2-Play’ aka ‘es steht euch frei vier Riesen dafür zu investieren’ wird bleiben, ob es euch nun gefällt oder nicht. Jeder bekommt eine Schlumpfbeere! (Anm. d. Red.: eine Anspielung auf das iPhone-Spiel Smurfs Village ). Jeder Entwickler da draußen versucht, das Geheimnis dieses neuen Modells zu lösen. Jedes Konsolenspiel muss einen stetigen Fluss an DLCs haben, denn sonst ratet mal was? Es wird verkauft oder einfach nur ausgeliehen.”

Zum Schluss weist “Cliffy B” darauf hin, dass auch die Unternehmen ihr Geld verdienen und ihre Existenzgrundlage sichern müssen. Dazu kommen noch Kosten für Produktion, Vermarktung und Veröffentlichung, weshalb man die Spiele zuerst des Geldes wegen und erst dann wegen der Anerkennung produziert. Bei den Börsenunternehmen müssen außerdem auch die Investoren zufriedengestellt werden und man stehe unter Druck, möglichst viel Profit zu machen. Wer allerdings damit nicht einverstanden ist, dem steht es frei, kein Geld für diese Dinge auszugeben.


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Kommentare zu "EA: Cliff Bleszinski verteidigt Mikrotransaktions-Pläne des Publishers"

Boha den Spruch möchte ihn ihn mal in einer vollen halle auf der GC sprechen hören, da hat er dann seine Minderheit. Und mal Ersthaft die Micro Transaktionen mit Steam zu vergleichen ist eine frechheit. Bei Steam wirst du nicht abgezockt bei Steam versucht man dir nicht "Cheats" um schneller an Mats zu kommen, für echtes Geld zu verkaufen. Boha ehh so ne Leute wie der schaden der Spielezunft, was interessieren mich die Aktionäre?!

Boha da geh ich an die Wand,ich hoffe so Leute wie der dürfen keine Spiele produzieren. Ja natürlich brauchen unternehmen Geld, aber so wie der sich anhört sollen die Spiele endlich ihre Fresse halten und jeden Scheiß kaufen denn man Produziert, damit die Aktionäre zufrieden sind.

Da wundern sich große Publisher das die Leute freiwillig! zu Kickstarter und den Indie-Entwicklern rennen und denn freiwillig ihnen ihr ganzes Geld geben,warum? Weil da meist nicht so ne Arschlöcher wie der Bleszinski arbeiten.

Valve, wurde damals kritisiert weil sie Internet verlangt hatten, zu einer Zeit wo halt nicht jeder Internet hatte. Ich kann mich nicht erinnern das Steam jemals für ihr Geschäftsmodell kritisiert wurde.

Und der man hat mal so keine Ahnung warum die Leute sich aufregen, hier geht es nicht um Waffenskins. Hier geht es darum das man sich Vorteile in einem Spiel kaufen kann aka. Cheats. Und die gabs früher mal als nette Dreingabe 😀

Klingt zwar hart, wird aber einen Grund haben warum der nette Herr Ex-Mitarbeiter ist.