Electronic Arts - LogoAufgrund negativer Reaktionen seitens der Spielerschaft hat sich der Entwickler und Publisher Electronic Arts dazu entschieden, den im Jahre 2010 eingeführten Online-Pass aus seinem Angebot zu verbannen. Das gab John Reseburg, Senior Director of Corporate Communications von EA, vor Kurzem im Rahmen einer E-Mail bekannt.

Der Kampf gegen den Gebrauchtmarkt

Der Online-Pass stellte den kläglichen Versuch des Unternehmens dar, von den Gebraucht-Verkäufen eines Spiels zu profitieren. So kam dieses “Feature” in der Vergangenheit bei Spielen wie Battlefield 3, Medal of Honor und den EA Sports-Titeln zum Einsatz.

Über einen zugeteilten Code wird der Online-Pass aktiviert. Möchte man sein Spiel auf einer anderen Konsole spielen oder es weiterverkaufen, muss der neue Besitzer ebenfalls eine Gebühr an EA entrichten, um die Online-Funktionen des Titels nutzen zu können.

Keine Freudensprünge auf Seiten der Spieler

Wie Reseburg im Rahmen einer E-Mail an GamesBeat verriet, kam diese Maßnahme bei den Spielern nicht sonderlich gut an. „Ursprünglich als Versuch eingeführt, ein breites Angebot an Online-Inhalten und Diensten zu präsentieren, konnte das Format viele Spieler nicht ansprechen“, so die Einschätzung des Senior Directors. „Wir haben auf das Feedback gehört und beschlossen, ohne ihn [den Online-Pass] weiterzumachen.”

“Wir sind auch weiterhin engagiert, Inhalte und Dienste zu erschaffen, die auch lange nach dem Tag der Veröffentlichung das Spielerlebnis verbessern”, so Resenburg.

Inwiefern der Online-Pass die Spielerfahrung der Käufer “verbessert”, hat EAs Senior Director nicht erklärt. Auch nicht, weshalb man erst jetzt den Unmut der Spieler wahrnimmt und nicht bereits 2010, als der Online-Pass angekündigt wurde. Electronic Arts ist übrigens nicht der einzige Publisher, der auf den Online-Pass setzt. Auch Ubisoft und Activision greifen zu ähnlichen Methoden, um an den Gebraucht-Verkäufen mitzuverdienen.


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Kommentare zu "EA: Bye, bye Online-Pass – Publisher schafft das umstrittenes Feature ab"

Warum das abgeschafft wurde dürfte klar sein. Sie brauchen es nicht mehr! Jedes Spiel erscheint jetzt eh nur noch für Origin, und da dürfte es es mit gebrauchen Spielen eh fast unmöglich werden bzw viel zu umständlich.

Ein danke schön darf EA sicherlich nicht dafür erwarten, das kommt A zu spät, und B sie haben jetzt Origin. Mal schauen wann sie das einstauben!

Schön gesagt und genau das ist das Problem, dem Problem ist eine Atomare Katastrophe gewichen. Das hat glaube ich kein Gamer gebraucht diese Bestrafung. Ist wie bei Mobas und MMOs alle brauchen sie eine Eigene Plattform, wollen tun dies aber nur die wenigsten.