Die Sims 4 - Cover Artwork

Die Sims 4: Warum die Lebenssimulation in Russland erst ab 18 ist

Während die Sims-Reihe hierzulande bisher stets eine Alterseinstufung zwischen 0 und 6 Jahren erhielt und auch der vierte Teil der Serie mit hoher Wahrscheinlichkeit ähnlich eingestuft wird, bekam das kommende Sims 4 in Russland eine Altersfreigabe ab 18 verpasst. Als Begründung heißt es, man möchte die Kinder vor gesundheits- und entwicklungsschädlichen Informationen bewahren.

Dass in den Sims-Spielen kräftig geflirtet wird und auch Liebesbeziehungen zwischen den Charakteren möglich sind, ist für die Fans der Spielreihe nichts Neues. Stimmt die Chemie, landen die Sims auch mal gemeinsam im Bett, was im Spiel auf humorvolle und recht harmlose Art und Weise inszeniert wird. Nach ein wenig Rumgewusel und Gekicher unter der Bettdecke ist die Sache auch schon vorbei und es regnet rosa Herzchen. Nichts, was einem USK-Tester hierzulande die Schamesröte ins Gesicht treiben würde.

In Russland sieht man das offenbar anders, vor allem deshalb, weil die Sims im Spiel sich auch auf gleichgeschlechtliche Beziehungen einlassen können, was jedoch mit dem aktuell dort geltenden Gesetzt 436-FZ kollidiert. Dieses wurde am 29. Dezember 2010 “zum Schutz der Kinder vor für ihre Gesundheit und Entwicklung schädlichen Informationen” erlassen und im vergangenen Jahr durch eine Zusatzklausel, welche “Propaganda von nicht-traditionellen sexuellen Beziehungen“ verbietet, ergänzt.

Auf die Nachfrage des Online-Portals Polygon, ob Electronic Arts den Titel inhaltlich verändern würde, um in Russland eine niedrigere Alterseinstufung zu erreichen, sagte die Sprecherin von Electronic Arts, Deborah Coster: „Wir haben keine Pläne, Sims 4 zu verändern. Einer der wichtigsten Grundsätze von Die Sims ist, dass es dem Spieler erlaubt ist, selbst zu entscheiden, wie er das Spiel spielen möchte. Wir stellen nur den Simulations-Sandkasten zur Verfügung. Den Rest erledigen die Entscheidungen und die Kreativität der Spieler.“