Stadt bei Diablo 3Wie von Bashiok bereits angekündigt ging auf der offiziellen Webseite von Diablo 3 heute Nachmittag ein umfangreicher Artikel online, in dem Blizzard nicht nur interessante Statistiken rund um Diablo 3 veröffentlichte sondern sich auch zur Spielbalance und dem Spieldesign äußerste, wobei u.a. auch der Inferno-Modus und die Herstellungskosten beim Schmied angesprochen wurden.

Aus den von Blizzard veröffentlichten Statistiken, die seit der Veröffentlichung von Diablo 3 gesammelt wurden, geht u.a. hervor, dass sich 80% der Spieler zwischen Stufe 1 und 30 befinden, der Inferno-Modus bisher lediglich von 1,9% der Spieler freigeschaltet wurde und der Großteil der Hardcore-Charaktere in Akt 1 im Schwierigkeitsgrad Normal stirbt:

  • Spieler haben im Durchschnitt drei Charaktere erstellt.
  • 80% der Spieler befinden sich zwischen Stufe 1 und 30.
  • 1,9% der Spieler haben Inferno freigeschaltet.
  • 54% der Hardcore-Spieler haben sich für einen weiblichen Charakter entschieden.
  • Der Großteil (35 %) der Hardcore-Charaktere stirbt in Akt I auf der Schwierigkeitsstufe „Normal“.
  • Der geläufigste Build auf Stufe 60 wird nur von 0,7% der Charaktere der jeweiligen Klasse genutzt (das berücksichtigt nicht die passiven Unterschiede).
  • Die am meisten genutzten Runen für die verschiedenen Klassen auf Stufe 60 sind: Barbar: Kalt serviert, Dämonenjäger: Andauernder Nebel, Zauberer: Spiegelhaut, Mönch: Friedliche Rast, Hexendoktor: Betäubender Pfeil.

Abgeschwächte Klassenfertigkeiten, Hotfixes und Patches

Aufgrund der Tatsache, das vor Kurzem einige Klassenfertigkeiten angepasst bzw. abgeschwächt wurden, geht Blizzard im Rahmen des Updates auch auf die Philosophie hinsichtlich der Designänderungen und einige kommende Änderungen ein.

Auf schwerwiegende Design- und Balanceprobleme, Bugs oder nicht beabsichtigte Entwicklungen des Spiels wolle man so schnell wie möglich mit Bugfixes reagieren, weniger dringende Komplikationen hingegen mit einem Patch behoben. Patch 1.0.2, der in erster Linie Service-Probleme beheben soll, wird voraussichtlich innerhalb der nächsten Woche erscheinen. Patch 1.0.3 soll dann voraussichtlich einige Änderungen an der Spielbalance, die über Hotfixes hinausgehen, beinhalten.

Die Runen Andauernder Nebel des Dämonenjägers, Segen des Schutzes des Mönchs und Lebensrüstung des Zauberers seien geändert worden, da diese Fertigkeiten „einfach stärker ausgefallen sind als gedacht und ihre Auswirkung auf die Balance der Klassen sowie die Wahrnehmung dieser Balance einen Hotfix erforderlich gemacht haben“. Spieler müssen sich laut Blizzard jedoch keine Sorgen machen, dass jeden Tag eine andere Abschwächung vorgenommen werde. „Wenn eine Fertigkeit mächtig ist, sich jedoch nicht negativ auf das Spiel auswirkt, sollt ihr auch gerne euren Spaß damit haben“, so der Entwickler.

Inferno-Modus

In diesem Zusammenhang kommt Blizzard auch auf den Inferno-Modus zu sprechen, der laut Entwickler extrem schwierig sein solle. Für einige Klassen sei es jedoch mit bestimmten Fertigkeiten möglich gewesen, wesentlich leichter durchzukommen als beabsichtigt. Die Folge wäre, dass Klassen die funktionieren wie vorgesehen, „ziemlich schwachbrüstig“ wirken würden.

Es entstand außerdem der Eindruck, dass die Klassen, die keine Probleme hatten, darauf ausgelegt waren sich in all ihren Builds auf diese bestimmten Runen zu verlassen und alle anderen Klassen einfach kaputt waren. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall! Wenn das Gefühl einsetzt, dass für das Weiterkommen eine bestimmte Rune oder Fertigkeit unbedingt benötigt wird, dann macht dieser Rune bzw. Fertigkeit unser Ziel der vielfältigen Charakterbuilds zunichte. Diese „benötigten“ Fertigkeiten müssen dann berichtigt werden.

Zudem betonte Blizzard, man werde den Inferno-Modus genau im Auge behalten. Momentan würden wesentlich mehr Schadensspitzen stattfinden als man es für angemessen halte. Mit Anpassungen in diesem Bereich wolle man sich in Patch 1.0.3 beschäftigen. Das Ziel sei es, „vielfältige Charakterbuilds zu unterstützen und zu fördern“.

Das Team würde jedoch auch eine wesentliche Anzahl von Spielern beobachten, die versuchen würden, Inferno mit unzureichender Ausrüstung zu bewältigen. „Es besteht eine gute Möglichkeit, dass eine Rückkehr zum vorherigen Akt, um dort Verbesserungen zu sammeln, am meisten beim Überleben hilft“, so Blizzard.

Gegenstände

Im Update betonte Blizzard noch einmal, dass legendäre Gegenstände nicht umbedingt die besten Items im Spiel darstellen sollen. Es handele sich hierbei nur um einen weiteren Gegenstandstyp bei Erreichen höherer Stufen und es sei nicht beabsichtigt, dass Spieler in der Endphase vorrangig Jagd auf diese Gegenstände machten. „Es kann und sollte aufregend sein, sie zu finden, allerdings sollten sie nicht der einziger Grund für die Suche nach neuen Gegenständen sein“, so Blizzard.

Ein Problem, das wir gesehen haben und schnell beheben möchten, besteht darin, dass Spieler zum Beweis einer mangelhaften Spielbalance hochstufige magische (blaue) Gegenstände mit legendären Gegenständen niedrigerer Stufen vergleichen. Um die falsche Wahrnehmung der Gegenstandswerte zu korrigieren, geben wir mit Patch 1.0.3 Gegenstandsstufen (ilvl) für Gegenstände ab Stufe 60 preis, wodurch der Vergleich zwischen ilvl 63 (blau) und ilvl 60 (legendär) hoffentlich ein wenig mehr Sinn ergeben wird. Außerdem planen wir, legendäre Gegenstände in einem zukünftigen Patch (wahrscheinlich im Rahmen des PvP-Patches) einfach direkt zu verstärken. Diese Verstärkungen werden nicht rückwirkend gelten, sondern beziehen sie sich dann nur auf nach dem Patchen gefundene neue legendäre Gegenstände. Langfristig möchten wir die Affix-Vielfalt und einzigartige Boni legendärer Gegenstände erweitern. Nähere Einzelheiten dazu werden wir nach Erscheinen des PvP-Patchs bekannt geben.

Edelsteine und Herstellungskosten des Schmieds

Für Diskussionen würden auch die Kombination von Edelsteinen sowie Stufenaufstieg und Herstellungskosten des Schmieds sorgen. Geplant sei hier, die Kosten für Training (Gold und Seiten) und Herstellung von Stufe 1 bis 59 anzupassen. Die Kosten für das Kombinieren von Edelsteinen sollen gesenkt werden, sodass zukünftig nur noch zwei statt drei Edelsteine bis hin zu Makellos quadratisch benötigt werden würden. Beide Änderungen sind für Patch 1.0.3 vorgesehen.

Zudem plant Blizzard, mit kommenden Patches und Hotfixes einige spezielle Bugs und Probleme zu beheben. Und auch am PvP-Patch werde mit Hochdruck gearbeitet, der später auf einem PTR getestet werden könne. Das gesamte Update von Blizzard findest du auf der offiziellen Webseite des Spiels.


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