Leah aus Diablo 3Seit fast zwei Monaten ist Diablo 3 mittlerweile auf dem Markt und einige aktive Spieler, die Inferno weitestgehend abgeschlossen haben, stehen nun vor der Frage, wie sie sich weiter beschäftigen sollen. Auf die Frage eines Spielers bezüglich Möglichkeiten für das Hinzufügen von neuen Endgame-Inhalten antwortete Community Manager Bashiok nun in einem ausführlichen Bluepost.

Laut Bashiok habe man vor dem Release geglaubt, dass die Jagd nach Items sehr viel zukunftsfähiger und für eine ganze Weile als angemessenes Endgame geeignet sei. Das habe sich jedoch nicht als richtig herausgestellt, was man auch offen zugebe. Es gebe nach wie vor jede Menge Spieler, die Diablo 3 regelmäßig und viel spielen, diesen würde jedoch irgendwann die Sachen ausgehen, die sie noch machen könnten… wenn sie diesen Punkt nicht bereits schon erreicht hätten.

Gegner zu töten und Items zu finden würde viel Spaß machen und man denke, man habe eine Menge Systeme, die das gut unterstützen würden. Diablo 3 sei jedoch nicht World of Warcraft, man sei hier nicht in der Lage, alle paar Monate eine Menge neuer Systeme und Inhalte herauszubringen. Es müsse etwas anderes geben, das die Spieler beschäftigt und man wisse, das so etwas derzeit nicht da sei.

Man arbeite derzeit an Patch 1.0.4, der so viele Fixes und Änderungen enthalten soll wie möglich, um die Problematik anzugehen. Und natürlich arbeite man auch an Patch 1.1, der die PvP-Arenen beinhaltet. Bashiok ist der Meinung, dass diese beiden Patches viel dazu beitragen werden, dass Spieler etwas zu tun haben, sie würden jedoch keine wirkliche Endgame-Lösung darstellen. Man habe einige Ideen für Fortschrittssysteme, wobei es sich jedoch um ein großes Feature handeln würde, das erst nach Patch 1.1 umgesetzt werden könne.

In einem weiteren Bluepost im gleichen Thread erklärte Bashiok zudem, die Spielerzahlen von Diablo 3 seien sehr solide. Alle Blueposts des Community Managers zum Thema findest du direkt im Anschluss.

We recognize that the item hunt is just not enough for a long-term sustainable end-game. There are still tons of people playing every day and week, and playing a lot, but eventually they’re going to run out of stuff to do (if they haven’t already). Killing enemies and finding items is a lot of fun, and we think we have a lot of the systems surrounding that right, or at least on the right path with a few corrections and tweaks. But honestly Diablo III is not World of Warcraft. We aren’t going to be able to pump out tons of new systems and content every couple months. There needs to be something else that keeps people engaged, and we know it’s not there right now.

We’re working toward 1.0.4, which we’re really trying to pack with as many fixes and changes we can to help you guys out (and we’ll have a bunch of articles posted with all the details as we get closer), and we’re of course working on 1.1 with PvP arenas. I think both those patches will do a lot to give people things to do, and get them excited about playing, but they’re not going to be a real end-game solution, at least not what we would expect out of a proper end-game. We have some ideas for progression systems, but honestly it’s a huge feature if we want to try to do it right, and not something we could envision being possible until well after 1.1 which it itself still a ways out. (Quelle)

Thank you very much for this informative and honest answer. Though to be honest what this answer really reveals is „we didn’t have a real end game ready or in mind and aren’t sure how to retain customers, the game was released before it was quite ready, possibly because of the giant outcry from the fans“

Hindsight is 20/20 I suppose, but we believed pre-release that the item hunt would be far more sustainable, and would work to be a proper end-game for quite a while. That didn’t turn out to be true, and we recognize that. (Quelle)

Can you quantify ‚tons‘ of people playing? I mean if you are counting the US player base that might mean 7 players if we are using weight ratios here …

Haha… oh wait, that’s mean! I don’t know that I’m allowed to release specific concurrency numbers, but we have hundreds upon hundreds of thousands playing every night. Comparing to just normal drop-off post release of a WoW expansion, Diablo III has been very solid, and it’s not even out in China yet. (Quelle)


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Kommentare zu "D3: Endgame ohne Langzeit-Motivation – Blizzard gesteht fehlende Inhalte ein"

Mhh komisch das Item Farmen hat mich in D2 Jahrelang beschäftigt, der Unterschied ist es das es mir Spaß gemacht hat. Aber Blizzard tut ja zur Zeit alles damit es das nicht mehr tut, natürlich sagen viele Leute dann mhh ja nichts mehr zu tun und das Item farmen ist zu zäh.

Aber darüber denkt Blizzard leider nicht mehr nach.

Die Zeiten haben sich seit D2 halt auch geändert. Immer die gleichen Farm-Routen abklappern finde ich heute weit weniger denkbar als vor einigen Jahren.

Ein Problem das mich wirklich stört ist, dass die Wahrscheinlichkeit ein brauchbares Item zu finden extrem niedrig ist. Selbst beim letzten Gammelequip droppen kaum Verbesserungen – was für die Motivation aber unheimlich wichtig wäre.

Ich bin aber sehr gespannt was da noch kommt. Diablo 3 ist ein gelungenes Spiel, wenn jetzt noch ein echte Langzeitmotivation dazu kommt, wäre es ein Traum.

"Mhh komisch das Item Farmen hat mich in D2 Jahrelang beschäftigt"

Tja, komisch, ne? Das ganz große Problem ist doch: Wozu soll ich Stunden- Tage- oder sogar Wochenlang für etwas farmen wenn
a) Die Dropchancen so gering sind, dass sich der (ja auch von Blizzard bestätigte und dann wieder gelöschte) Verdacht aufdrängt, dass die Dropchancen zu 100% auf das (RM)AH ausgerichtet sind und
b) ich einfach ins (RM)Auktionshaus gehen kann und mir wochenlange Farm"arbeit" durch ein paar klicks und einen etwas geringeren Kontostand ersparen kann? Wozu der häck? Welche Motivation soll dahinter stecken? Reine Langeweile?

Die Itemjagd ist einer der absolut wichtigsten (langzeitmotivierenden) Bestandteile in Diablo 1&2. Dieser wurde durch's RMAH und die komplette Ausrichtung darauf aber komplett ad absurdum geführt. Das ist so ähnlich als wenn ich sagen würde "Ich mache ein neues Counterstrike. Deine Trefferwahrscheinlichkeit kannst du dir in nem AH kaufen. Egal wohin du dann zielst, jeder Schuss ein Treffer."

Actiblizz geht momentan den Weg dass Aktionäre und deren "Bedürfnisse" wichtiger genommen werden als die Spieler. Das rächt sich auf Dauer ganz böse… Und noch dazu kann man keine gefühlte Beta-Version (aus der noch dazu so gut wie alle tollen innovativen Anderungen die man vorhatte gestrichen wurden) rausbringen und die unendliche Cashcow erwarten. Ich hoffe dass das möglichst viele Spieler nicht mitmachen, sonst werden uns solche Debakel immer öfter ereilen.