Deep Silver: LogoBeim großen Ausverkauf der Assets und Marken nach der Pleite des US-Publishers THQ war Deep Silver einer der eifrigen Mitbieter, der unter anderem die Saints Row-Lizenz samt dem Entwicklerteam Volition erwarb. In einem aktuellen Interview gibt sich das Unternehmen selbstbewusst und erklärt, warum es besser ist als die meisten großen Publisher dieser Welt.

Keine Ambitionen, ein Triple-A-Publisher zu sein

Mit Saints Row und Metro: Last Light erwarb das Unternehmen zwei recht bekannte Marken beim großen Ausverkauf von THQ. Beide Spiele werden aktuell weiterentwickelt und sollen noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Vor der großen Konkurrenz aus Übersee hat man aber keinen Bammel, wie Geoff Mulligan, seines Zeichens Chief Operating Officer bei Deep Silver, in einem Gespräch mit dem Videospiele-Magazin Game Informer verriet.

„Wir sind ein kleines Guerilla-Taktik Unternehmen“ erklärte Mulligan. „Die Leute sagen, ‚Oh, ihr habt Volition und Metro erworben, ihr werdet nun zu einem Triple-A-Publisher‘. Doch was uns von einem Triple-A-Publisher unterscheidet ist, dass wir nicht wirklich das Verlangen danach haben, ein Triple-A-Publisher zu sein. Tatsächlich glaube ich sogar, dass wir viel besser sind als die Activisions, EAs und Ubisofts dieser Welt.

“Die Leute fragen dann immer, was ich damit meine, immerhin haben sie einen Marktvolumen von drei Milliarden US-Dollar. Nun der große Unterschied ist, dass wir Geld verdienen. Das ist es, worum es schließlich geht”, so Mulligan weiter. “Jetzt, mit dem Erwerb von Metro und Saints Row, ist es uns möglich, größere Erfolge zu feiern. Aber haben wir das Verlangen danach, 500 Menschen anzuheuern und ein globales Hauptquartier zu errichten? Das ist weder etwas, was wir machen, noch etwas, was wir machen müssen.”

Große Unternehmen ruinieren sich oft selbst

Laut Mulligan muss Deep Silver keine riesige Organisation sein, um erfolgreich als Publisher zu fungieren und Spiele zu vertreiben. “Ich glaube fest daran, dass man keine riesige Organisation mehr benötigt. Das ist etwas, was viele Publisher in den Ruin treibt. In dem Moment, in dem du keinen gigantischen Triple-A-Titel vorweisen kannst, fressen dich die Fixkosten bei lebendigem Leibe. Und was willst du tun, wenn dieser große Triple-A-Titel nicht ankommt? Dann musst du recht schnell einen weiteren liefern und hoffen, dass dieser es tut.”

Wie Mulligan erklärt, möchte man lieber weiterhin ein Mittelklasse-Publisher bleiben, um sich weiterhin die Möglichkeit offen zu halten, auf Marktveränderungen schnell zu reagieren. Der große Erfolg von Dead Island hat das Unternehmen dennoch überrascht. Das Zombie-Action-RPG verkaufte sich nach dem Start im Jahre 2011 ganze 5 Millionen Mal.


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Kommentare zu "Deep Silver: „Wir sind besser als die Activisions, EAs oder Ubisofts dieser Welt“ – Publisher gibt sich selbstbewusst"

"Große Unternehmen ruinieren sich oft selbst"
Ja man muss sich nur EA momentan anschauen, da sieht man das Problem wunderbar.
Ich muss auch sagen ich hatte mit Deep Silver bis jetzt noch nie irgendwelche Probleme noch irgendwelche überzogene DRMs gehabt. Das kann momentan glaube ich kein großer Publisher behaupten. Das beste Beispiel dürfte in der tat Dead Island sein. Es ist zwar bei den meisten Fachzeitschriften nicht immer gut weggekommen, aber der Großteil der Leute hatten ihren Spaß, was sich auch auf die Verkaufszahlen auswirkt.