Am vergangenen Wochenende fand die Presse-Beta zu The Elder Scrolls Online statt, bei der auch ich die Gelegenheit genutzt habe, um etwas Tamriel-Luft zu schnuppern und einen ersten Eindruck von der Geschichte, den Haupt- und Nebenquests sowie der Levelphase im Allgemeinen zu bekommen.

Gleich vorab: Ich werde an dieser Stelle nichts von der Haupt-Story spoilern. Dazu sei lediglich gesagt, dass die Geschichte spannend und gut erzählt ist. Das Tutorial läuft für alle drei Allianzen gleich ab und mündet, je nachdem, ob man sich für das Aldmeri Dominion, das Dolchsturz-Bündnis oder den Ebenherz-Pakt entschieden hat, in einer Reise in eine andere Region. Uns erwarten somit drei unterschiedliche Startgebiete, was beim Twinken zu Beginn schon mal für genügend Abwechslung sorgen sollte.

Das Quest-System in ESO

Ich habe mich für das Dolchsturz Bündnis entschieden und war daher auf Stros M’Kai, einer Insel im abeceanischen Meer, unterwegs. Neben der persönlichen Hauptquest, die bereits mit dem Tutorial in Kalthafen (einer alternativen Version der Welt Nirn) beginnt, verfügt jede Region über eine eigene Haupthandlung, welche diverse Quests umfasst. Dazu kommen zahlreiche Nebenaufgaben, die allerdings nicht nur durch NSCs vergeben werden, sondern auch teilweise entdeckt werden wollen.

So half mein Bretonen-Schurke in Stros M’Kai der Kapitänin Kaleen, die mich nach meiner Flucht aus Kalthafen aus dem Wasser fischte, eine neue Mannschaft zu finden, um von der Insel zu verschwinden. Um das zu erreichen, müssen die Crew-Mitglieder allerdings erst ausfindig gemacht und überzeugt werden, indem ich mich zuerst um ihre Angelegenheiten kümmere.

Töte keine zehn scheckigen Eber

Die Quests in Tamriel sind – und das muss man ZeniMax zugute halten – recht abwechslungsreich geworden und münden nicht stets in der Vernichtung von unzähligen NSCs oder der gesamten Fauna einer Region, wie man es sonst von anderen Vertretern dieses Genres kennt. Um genau zu sein, ich musste während meiner Spiel-Session kein einziges Mal eine bestimmte Anzahl an Feinden erledigen. Quests dieser Art scheinen die Macher von ESO generell zu meiden.

Natürlich muss man auch mal mitten in ein feindliches Lager gelangen, um beispielsweise eine entführte Dame aus den Händen der Banditen zu befreien – wie man dabei vorgeht, ist allerdings jedem selbst überlassen. Das ganze Banditenlager auseinanderzunehmen und jeden zu vernichten ist genau so möglich, wie sich zu verkleiden und die Umgebung unbemerkt zu infiltrieren, ohne dabei viel Aufsehen zu erregen.

Auch sind mir Quests aufgefallen, bei denen ich eine moralische Entscheidungen treffen konnte, ohne dass mir diese vom Spiel abgenommen wurde. Die Nebenaufgaben sind zudem genauso abwechslungsreich und interessant wie die regionale Hauptquest.

Dabei kann sich auch die Qualität der Vertonung wirklich hören lassen – kein Wunder, hat ZeniMax doch einige der bekanntesten Synchronsprecher Deutschlands ans Mikro gebeten. Das sorgt in Zusammenhang mit der guten Story für eine entsprechend dichte Atmosphäre im Spiel. Zwar waren noch nicht alle Texte übersetzt und der eine oder andere NSC blieb stumm, aber das schreibe ich in diesem Fall dem Beta-Status zu.

Einiges zum Entdecken

Einige der Aufgaben entdeckt man nur, wenn man in bester Skyrim-Manier loszieht und selbst die weitläufige Karte erkundet. So stieß ich auf meinen Reisen in der Nähe eines Schiffswracks zufällig auf eine Truhe mit einer Notiz, die mich auf eine Schnitzeljagd nach einem vergrabenen Schatz schickte. Es lohnt sich also jederzeit, die Hauptquest links liegen zu lassen und einfach auch abseits des Weges zu schauen. Für Entdecker bietet ESO also mehr als genug.

Die Levelphase fühlte sich, zumindest soweit ich es selbst testen konnte, recht angenehm an, so dass ich stellenweise vergessen habe, den einen oder anderen Punkt zu verteilen, weil ich mich zu sehr auf andere Dinge konzentriert habe.

Das typische “Nur noch eine Quest”-Gefühl stellte sich recht schnell ein und die eine oder andere Stunde, die ich nicht eingeplant habe, war fürs Erkunden der Karte draufgegangen, ohne dass dabei auch nur eine Quest gelöst wurde. Belohnt wird man dabei trotzdem, da selbst an entferntesten Ecken der Region stets irgendwo eine versteckte Kiste wartet, die mein Schurke mit großer Freude knackte.

Von einem Ort zum nächsten

Wer lieber zielstrebig die Stufen hochklettern will und auf das Erkunden keinen Wert legt, wird sich über die großzügig auf der Karte verteilte Wegschreine freuen, die miteinander verbunden sind und einen kostenlos von Schrein zu Schrein teleportieren. Wer einmal irgendwo im Nirgendwo steht, kann sich gegen ein gewisses Entgelt auch direkt zum nächsten Schrein befördern lassen, so dass lange Laufwege auf Wunsch komplett vermieden werden können.

Insgesamt hat mir der erste Ausflug nach Tamriel sehr gut gefallen und ich freue mich definitiv, auch andere Regionen zu bereisen, das Handwerk zu meistern und mir im Kampf um Cyrodiil den Kaisertitel zu verdienen.


Alle unsere Artikel aus der ESO-Beta:


PS: Folge uns auf Twitter oder abonniere unseren RSS Feed, um nichts zu verpassen!


Verwandte Preisvergleiche