Capcom - LogoDem japanischen Entwickler und Publisher Capcom stehen umfangreiche Umstrukturierungen bevor. Das hat das Unternehmen vor Kurzem selbst in einem offiziellen Statement bestätigt. Gerüchten zufolge sollen dabei rund die Hälfte der Angestellten in Europa entlassen werden. Diesbezüglich gaben die Verantwortlichen allerdings noch kein Kommentar ab.

“In Folge der Umstrukturierung der US-Niederlassung überprüft Capcoms europäischer Zweig aktuell seine Struktur, um sicherzustellen, dass man sich in der bestmöglichen Ausgangslage befindet, um Vorteile aus den Änderungen der Marktbedingungen, die der Industrie bevorstehen, zu ziehen”, wird Capcoms Sprecher von dem britischen Online-Magazin MCV zitiert.

Nach SEGA ist Capcom bereits der zweite japanische Videospielehersteller, der seine europäische Niederlassungen tiefgreifenden Umstrukturierungsmaßnahmen unterzieht. Capcoms Gründe für die Veränderungen dürften die schwachen Absatzzahlen bei Titeln wie DMC: Devil May Cry und Resident Evil 6 sein. Beide Spiele haben sich auf dem westlichen Markt nur schleppend verkauft.

Schuld an den schwachen Verkaufszahlen dürften die radikalen Änderungen sein, die Capcom innerhalb der beiden Franchises vornahm. Während Devil May Cry eine komplette optische Veränderung des Protagonisten Dante durchmachen musste, die vielen Fans sauer aufstieß, driftete die ehemals als Survival-Horror umjubelte Resident Evil-Marke mit dem sechsten Ableger endgültig ins Action-Gefilde ab, was offenbar ebenfalls viele treue Fans der Spielreihe verschreckte.

Aktuell werkelt Capcom an dem Next-Generation-Titel Deep Down, der exklusiv für die PlayStation 4 erscheinen soll. Vielleicht findet Capcom mit dem Spiel wieder zurück zu der alten Stärke.


PS: Folge uns auf Twitter oder abonniere unseren RSS Feed, um nichts zu verpassen!