Call of Duty KoopDie beliebte First-Person-Shooter-Reihe Call of Duty hat eine komplette Generation von Shooter-Spielern versaut. Das zumindest meint John Gibson, seines Zeichens Präsident der Entwicklerschmiede Tripwire Interactive. Zu der Erkenntnis gelangte der CEO, als er den Action-Modus für Red Orchestra 2 entwickelte und die Gelegenheit bekam, einige Call of Duty-Spieler zu befragen.

„Als ich den Action-Modus entwickelt habe, suchte ich mir eine Gruppe von Leuten, von denen ich wusste, dass sie Hardcore-Call-of-Duty-Spieler waren. Und mein Ziel war es, etwas zu erschaffen, das zugänglich genug war, um es sie genießen zu lassen, ohne es dabei in ein Call of Duty zu verwandeln. […] Aber nachdem ich mir diese ganzen kleinlichen und pedantischen Dinge anhören musste, über die sie sich beschwerten und vom Spiel abhielten, dachte ich nur ‚Ich gebe auf. Call of Duty hat diese Generation von Spielern ruiniert.'“

Gibson wünschte sich mehr Shooter, die Rollenspiel-Elemente und offene Handlung bieten. “In den späten Neunzigern hatten wir Spiele wie Deus Ex, das ein RPG-Shooter war. Diese Art von Spielen machte eine fast achtjährige Pause und ich bin so aufgeregt, sie mit interessantem Gameplay wiederzusehen. Wie die Fallout-Spiele, die ihre Schussmechanik, auch wenn diese verbesserungswürdig war, mit einer wirklich coolen, aber nicht linearen Geschichte vermischten, die du selbst gestalten konntest. Die Verschmelzung von Rollenspiel- und Shooter-Elementen war großartig.”

“Ich denke, dass Einzelspieler-Shooter immer besser werden. Ich glaube, dass sie endlich aus dem Schatten der Hollywood-Filme heraustreten. Es sind keine linearen ‘Ich bin auf einer Schiene’-Shooter mehr”, so Gibson.


PS: Folge uns auf Twitter oder abonniere unseren RSS Feed, um nichts zu verpassen!


Verwandte Preisvergleiche

Kommentare zu "Spielebranche: „Call of Duty hat diese Generation von Spielern ruiniert“ – John Gibson im Interview"

Tja Herr Gibson, an sich haben sie recht und ich teile ihre Meinung das CoD auf dauer, der Spielewelt nicht gut getan hat. MW 1 war ein Meilenstein und stellte zurecht das Meiste in den Schatten was man im Shooter-Genere bis Dato sehen durfte.
Leider wurde der große Erfolg nicht genutzt um die Serie weiterzuentwickeln sondern sich auf seinen Ruhm auszuruhen.
Das schlimme daran ist, daran wird sich nichts ändern! Das Spiel verkauft sich jenseits von gut und böse und Activision wird den Teufel tun auch nur irgendwo was zu verändern. Und auch wenn die Verkaufszahlen irgendwann mal böse sinken sollten werden sie nichts ändern, sondern höchstens die Serie einstampfen.

Wer etwas anderes, vielschichtigeres als CoD spielen will, hat Gott sei dank auch heute schon genügend Möglichkeiten. Wie nicht zu letzt Borderlands 2 gezeigt hat.