Logo von BlizzardAm vergangenen Freitag wurden in Bielefeld die BigBrotherAwards 2012 vergeben. Die Awards werden seit 2000 an Firmen, Organisationen und Personen verliehen, die die Privatsphäre von Menschen in besonderer Weise beeinträchtigen oder persönliche Daten Dritten zugänglich machen. In der Kategorie „Verbraucherschutz“ ging der Award in diesem Jahr an Blizzard Entertainment.

Erhalten hat Blizzard Entertainment den Award laut FoeBuD, dem Organisator der Awards, für „diverse Datenschutzverletzungen“ in den Online-Spielen des Unternehmens wie World of Warcraft. Aus den von Blizzard gesammelten Daten wie Spieldauer und Rechnerdaten sowie dem Abgleich von Freundeslisten und dem teilweise öffentlich einsehbaren Spielerverhalten würden sich Persönlichkeitsprofile und Charakterstudien erstellen lassen.

Zugriff auf diese Daten sichert sich Blizzard durch die Nutzungsbedingungen, bei denen es sich laut FoeBuD um seitenlange Texte handelt, „die erfahrungsgemäß einfach weggeklickt werden, damit man endlich ins Spiel kommen kann“. In der ausführlichen Begründung zur Vergabe des Awards erklärt der Verein, man halte Online-Spiele nicht für ein generelles Übel, gerade Blizzard habe mehrere kreative Spiele im Programm. Vielmehr wünsche man sich durch die Verleihung, dass Blizzard die Privatsphäre-Einstellungen überdenkt und Spieler sich die Zeit nehmen, die Nutzungsbedingungen durchzulesen.


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Kommentare zu "Blizzard: BigBrotherAward 2012 in der Kategorie „Verbraucherschutz“"

Das ist so geil hunderte von Leute heulen bei Origin, spielen aber alle WoW, wo man sich Warden auf den PC packt und wo so gar in den Nutzungsbedingungen steht das sie die Festplatte scannen(nach hack is klar).