Bioshock Infinite Cover ArtworkNach den starken Budget-Kürzungen und dem Regisseurwechsel wurde die Verfilmung des erfolgreichen Action-Blockbusters BioShock nun endgültig gestrichen. Während einer BAFTA Veranstaltung in London erklärte Ken Levine, Creative Director von Bioshock: Infinite und Mitbegründer von Irrational Games, was bei dem Projekt vorgefallen ist und weshalb er es persönlich absagte.

Das Studio bekam kalte Füße

Das Projekt begann mit einem großzügigem Budget von 200 Millionen US-Dollar in Zusammenarbeit mit Gore Verbinski (Fluch der Karibik, Rango), der auf dem Regiestuhl Platz nehmen sollte, doch dann kam alles anders. “Das Geschäft war abgeschlossen und der Film befand sich bereits bei Universal unter der Regie von Gore Verbinski in der Produktion”, erklärte Levine. “Meine Theorie ist, dass Gore einen knallharten “R”-Film machen wollte, was einer Altersfreigabe von 17/18+ entspricht und Blut sowie nackte Mädels zu sehen sein können. Nun, ich glaube nicht, dass er nackte Mädels haben wollte, aber er wollte viel Blut.”

“Dann wurde “Watchmen” veröffentlicht, der aus welchen Gründen auch immer nicht gut lief. Das Studio bekam kalte Füße, einen „R“-200 Millionen Dollar-Film zu machen und sie sagten, was, wenn es ein 80 Millionen US-Dollar Film wäre – aber Gore wollte keinen Film für 80 Millionen US-Dollar machen”, so Levine weiter. “Sie holten einen anderen Regisseur an Bord, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass das funktioniert – und 2k ist eine dieser Firmen, die viel kreatives Vertrauen in die Leute setzt. Also sagten sie mir ‘Wenn du den Film abbrechen willst, dann brich ihn ab’. Und so habe ich ihn abgebrochen.”

Verfilmung in Zukunft nicht ausgeschlossen

In Hollywood ist Levine kein Unbekannter. Vor der Gründung von Irrational Games arbeitete der Creative Director bereits als Drehbuchautor. “Es war seltsam, als Drehbuchautor zu betteln, etwas machen zu können, und dann einen Film zu streichen, nachdem man so viel daran gearbeitet hat. Es zeigte mir, dass ich keine Kompromisse eingehen muss – und wie oft kommt es im Leben vor, dass man keine Kompromisse machen muss? Es kommt so selten vor. Ich hatte bereits eine existierende Welt und ich wollte nicht, dass sie auf eine Art dargestellt wird, die mir nicht richtig erscheint“, so der heutige Creative Director.

So ganz schließt Levine die Verfilmung von BioShock aber nicht aus. “Es mag eines Tages passieren, wer weiß das schon, aber dann muss die richtige Kombination von Leuten dabei sein.”

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Kommentare zu "BioShock: Ken Levine über die Gründe, warum er das Film-Projekt selbst eingestellt hat"

Schade eigentlich, aber die Videospielverfilmungen waren fast alle so eine Sache bis nicht gut. Bzw. ich muss sagen dass die Assasins Creed Miniserie damals ziemlich gut war. Und dafür musste man auch nicht Millionen verpulvern