Bioshock Infinite - KinoWährend andere Entwickler stets mit einer realistischen Grafik werben und mit ihren Entwicklungen versuchen, optisch möglichst nahe an die Realität heranzureichen, hegt man bem Entwicklerstudio Irrational Games (BioShock Infinite) in diese Richtung keinerlei Ambitionen und geht seinen eigenen Weg, indem man seinen Schwerpunkt auf glaubwürdige und liebenswerte Charaktere legt.

Realismus verkauft sich, aber …

In einem Gespräch mit der Webseite Computer and Videogames äußerte sich Design Director Bill Gardner zum Thema und erklärte, dass innerhalb der Entwickler-Community der Irrglaube herrsche, dass alle Spieler eine möglichst realistische Grafik erwarten.

Bis zu einem gewissen Grad stimmt es auch, wie Gardner zu Beginn gesteht. “Du bekommt die aktuellsten Treiber und die neueste Grafikkarte und du willst zeigen, was dein Biest von einem Spiel wirklich kann. Und welche bessere Möglichkeit gibt es, dies zu tun, als zu sagen ‘Hey, das ist New York City’ und dabei das neueste großartige Spiel mit den höchsten Einstellungen zu präsentieren. Realismus verkauft sich, denke ich”, so der Design Director.

Allerdings haben sich die Entwickler mit BioShock Infinite ganz andere Ziele gesetzt. “Schaut euch Elizabeth an. Sie ist keineswegs super ultra-fotorealistisch. Das ist nicht unser Ziel. Uns geht es darum, sie assoziierbar, glaubwürdig und liebenswert zu machen. Ich denke, es gibt in Infinite eine Menge Dinge, die euch dazu bewegen werden, die Grafikkarte auszureizen und die Einstellungen nach oben zu schrauben, aber als ein Vertreter dieser Branche denke ich, dass es ein Irrglaube ist, [dass alle Spieler Fotorealismus wollen] gemischt mit der Absicht, einen einfachen Weg zu gehen.“

Bioshock Infinite - Ice Cream Shop

Mit Bioshock: Infinite wollen die Entwickler lieber glaubwürdige Charaktere, statt Fotorealismus erreichen…

… passt nicht zu BioShock

Wie der Design Director zu verstehen gibt, wäre eine realistische Grafik bei BioShock Infinite mit all seinen skurrilen Charakteren und dem abgefahrenen Design ziemlich fehl am Platz.

Dabei möchte er keineswegs behaupten, dass die Erstellung einer fotorealistischen Grafik einfach wäre, sondern dass sie im Widerspruch mit der verrückten Ästhetik von BioShock Infinite stehen würde. “Sicherlich ist es eine interessante Herausforderung, Fotorealismus zu erreichen, aber es ist nichts, an dem wir interessiert sind”, so Gardner.

BioShock Infinite wird am 26. März 2013 für PC, Xbox 360 und die PlayStation 3 im Handel erscheinen.

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Kommentare zu "BioShock Infinite: Fotorealismus ist nicht das Ziel – Design Director Bill Gardner im Interview"

Ja es ist ein Irrglaube das die Leute alle fotorealistische Grafik haben wollen. Mir ist wichtig dass das Spiel Spaß macht und dann schaue ich auf die Grafik. Klar ich habe nichts gegen die Tomb Raider Grafik einzuwenden, aber wenn mir ein Spiel gut verkauft wird ist es mir egal ob die Grafik wie Bioschock aussieht oder eben halt wie TR. 🙂

Nur wie Minecraft sollte sie nicht aussehen xD