Bioshock Infinite - VersammlungIn einem Interview verriet Creative Director Ken Levine, dass es Änderungen bei den Inhalten von Bioshock: Infinite gegeben hat. Obwohl ursprünglich nicht geplant, mussten nach Gesprächen mit einigen religiösen Mitarbeitern von Irrational Games einige Anpassungen vorgenommen werden, um keine religiöse Gefühle zu verletzen.

Die ersten Reaktionen

Eines der Hauptthemen in Bioshock: Infinite ist die Religion. Bereits in der Vergangenheit wurde das Entwicklerstudio Irrational Games von verschiedenen politischen Gruppen kritisiert. Nach einem Gespräch mit religiösen Mitarbeitern des Teams, wurde schließlich beschlossen, die Inhalte entsprechend anzupassen.

„Es ist schwierig für mich, über das Thema zu reden, da diese Inhalte direkt in die Handlung integriert sind“, sagte Levine gegenüber dem offiziellen PlayStation-Magazin, der von der Geschichte im Vorfeld so wenig wie möglich verraten wollte. „Ich glaube, die Leute sahen es beim ersten Mal und dachten, es ginge um die Tea-Party in Amerika. Dann sahen sie es, als ein Spiel über die Arbeiterbewegung. Jetzt denken sie, es sein ein Spiel über Religion. Es geht um Patriotismus, es geht um all diese Dinge, aber ich glaube, die tiefere Bedeutung behalten wir doch lieber noch für uns.“

Ein heikles Thema

Ein Teil dieser Evolution kam vom Levines Wunsch, die Kern-Ideale im Spiel besser zu verstehen. „Ich glaube, die Macht der Taufe ist ein starkes Erlebnis, es ist wortwörtlich die Wiedergeburt“, erklärte Levine weiter, in dem er sich auf eine frühere Szene im Spiel bezog, in der DeWitt getauft wird, bevor er Columbia betreten darf. „Es ist wichtig für mich, einen gewissen Aspekt der Religiosität zu verstehen. Da komme ich als nicht-religiöser Mensch in Spiel, auf die gleiche Weise, wie ich auch kein Objektivist bin. Aber es ist sehr wichtig für mich, den Reiz daran zu verstehen.“

Offensichtlich ist die Religion in Spielen ein heikles Thema und scheint auch innerhalb des Entwicklerstudios für Unruhen zu sorgen. „Dieses Spiel wurde von einem multikulturellem Team mit verschiedenen Glaubensrichtungen und Überzeugungen entwickelt. Ich denke, dass wir ein ähnliches Gespräch über Bioshock 1 hatten“, so Levine. „Es beinhaltete Kindesmord. Ich glaube nicht, dass es ein größeres Tabu-Thema auf der Welt gibt. Es gab Menschen, die sehr nervös deswegen waren. Wir waren es nicht, weil wir dachten, es wäre cool. Mein Gefühl war, wenn es nicht nur da wäre, um Gewaltwillen, wenn es mit der Geschichte des Spiels im Einklang stünde und es etwas aussagt, was du ehrlich denkst, dann hätte es auch seine Berechtigung.“

Änderungen verbessern die Story

„Ich hatte einige sehr wertvolle Gespräche. Einer der Charaktere im Spiel wurde sehr stark aufgrund von Gesprächen verändert, die ich mit einigen Team-Mitgliedern mit religiösem Hintergrund hatte. Ich verstand erst hinterher, warum sie bezüglich einer Sache sehr empört waren“ meinte Levine.

„Was ich ihnen sagte war: ‚Ich werde nichts an der Story ändern, nur um euren Segen zu kriegen, aber ich verstehe was ihr meint und ich glaube ich kann die Story dadurch verbessern.‘ Also habe ich das getan und ich bin dankbar, dass die Mitarbeiter ihre Perspektive haben einfließen lassen. Das letzte was ich tun wollte war, etwas zu ändern, weil es jemanden beleidigt, aber das, worauf sie mich hingewiesen haben, machte es zu einer schwächeren Story“, so der Creative Director weiter.

BioShock Infinite wird am 26. März 2013 für PC, Xbox 360 und PlayStation 3 erscheinen.


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Kommentare zu "BioShock Infinite: Änderungen nach Gesprächen mit religiösen Mitarbeitern"

Na mal schauen wie sich das auswirkt,ich hoffe mal das sie wirklich nichts an der Geschichte geändert haben.
Man sagt ja immer man soll Respekt vor dem Glauben und der Religion anderer haben. Das habe ich keine Frage, leider wird mir als "nicht gläubiger" relativ wenig Verständnis entgegen gebracht, von den Gläubigen. Das macht die Sache mit dem Verständnis zeigen nicht gerade immer einfach.