Logo von GameforgeIm Fall der Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband gegen Gameforge, ist der Bundesgerichtshof in Karlsruhe zu einem Urteil gelangt. Demnach dürfen bestimmte Arten von Werbung für virtuelle Gegenstände in Onlinespielen, die sich an Kinder richten, nicht mehr betrieben werden. Diese Entscheidung könnte auch deutliche Auswirkungen auf die Angebote anderer Freemium-Anbieter haben.

Sowohl die Wortwahl als auch die möglichen Zahlungsarten hätten darauf hingedeutet, dass man mit der Werbung Kinder habe erreichen wollen, so die Begründung des Bundesgerichtshofes.

Gameforge warb für virtuelle Gegenstände in seinem Online-Rollenspiel Runes of Magic mit den Worten “Schnapp dir die günstige Gelegenheit und verpasse deiner Rüstung & Waffen das gewisse ‚Etwas‘.” Ein Link führte anschließend zu den entsprechenden Angeboten. Darüber hinaus bot Gameforge SMS als mögliche Zahlungsart an.

Derartige Werbemaßnahmen sind für Kinder nach Auffassung des Bundesgerichtshofes unzulässig, weshalb es Gameforge ab sofort untersagt ist, minderjährige und noch nicht vertragsfähige Spieler zum Kauf von virtuellen Gegenständen zu animieren. Sollte Gameforge gegen das Urteil verstoßen, droht dem Vorstand des Unternehmens ein Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro oder Haft von bis zu sechs Monaten.

Laut Gameforge handelte es sich um eine einmalige Werbeaktion, die nicht noch einmal wiederholt wird. Da Gameforge nicht der einzige Anbieter ist, der mit derlei Formulierungen versucht, das meist jüngere Klientel zum Kauf von Item-Shop-Gegenständen zu bewegen, könnte sich das Urteil langfristig auch auf die Angebote andere Freemium-Anbieter auswirken.


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Kommentare zu "BGH-Urteil: Werbung, die sich an Kinder richtet, in Online-Spielen verboten"

Sehr gut, aber da interessiert mich weniger Runes of Magic als Wizard 101 was ja auch von Gameforge betrieben wird! Das Ding ist ja nun nun vollkommen auf Kinder zugeschnitten und auch die Angeboten bzw. Werbung spricht eine mehr als deutliche Sprache.
Die Frage ist wie will man sowas verhindern? Das Urteil ist so allgemein gehalten das jede Werbung in einem MMO an Kinder gerichtet sein kann. Besonders wo man nicht mal weiß wie viele kinder das Spiel überhaupt spielen. Wird auf jeden Fall nicht das letzte zu diesem Thema gewesen sein.