Mit dem vierten Teil der Battlefield-Reihe wollte Electronic Arts seinen ärgsten Konkurrenten aus dem Hause Activision in die Schranken weisen. Doch bereits der Start von Battlefield 4 hat gezeigt, dass man qualitativ davon noch meilenweit entfernt ist. Laut einigen Analysten hat die Veröffentlichung des Multiplayer-Shooters gar einen enormen Image-Schaden verursacht.

Frust und Unmut bei den Spielern

Die unzähligen Fehler, Server-Abstürze und andere technische Probleme haben die Pläne von Electronic Arts, den Erfolg der Call of Duty-Serie von Activision zu untergraben, eindrucksvoll zunichte gemacht. Statt auf die betroffene Community zu hören und die zahlreichen Bugs aus der Welt zu schaffen, hat man sich lieber auf die Entwicklung neuer Inhalte konzentriert, die letzten Endes dann doch verschoben werden mussten. Nun erntet man offenbar, was man gesät hat.

Laut den Analysten von The Motley Fool sei der Image-Schaden, den Electronic Arts durch Battlefield 4 erlitten hat, enorm, denn nichts ärgert und frustriert einen Spieler mehr, als 60 US-Dollar für ein Spiel auszugeben, das nicht funktioniert.

Leider ist Battlefield 4 nicht das erste Desaster für Electronic Arts, denn auch Die Sims 3 hatte seinerzeit im Online-Bereich unter ähnlich massiven Problemen zu leiden. Das Vertrauen der Spieler in die Qualitätssicherung des Unternehmens dürfte nach der jüngsten Veröffentlichung endgültig dahin sein.

Von den eigenen Investoren verklagt

Doch der Ärger für den Publisher endet an dieser Stelle noch nicht, denn nicht nur die Spieler, sondern auch die Investoren fühlen sich von dem Unternehmen betrogen und haben mittlerweile mehrere Klagen gegen den Redwooder Konzern mit dem Vorwurf der absichtlichen Täuschung in Hinblick auf die Qualität des Spiels und die erwarteten Absatzzahlen eingereicht.

Statt also ein hochwertiges Produkt abzuliefern, hat Electronic Arts es geschafft, nicht nur seine Kunden und Geldgeber zu verärgern, sondern auch den unliebsamen Konkurrenten zu stärken. Der Gewinner für die Wahl des schlechtesten Unternehmens der USA dürfte somit auch für 2014 bereits feststehen. Aber wie heißt es so schön: Ist der Ruf erst ruiniert …


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Kommentare zu "Battlefield 4: Veröffentlichung beschert Electronic Arts enormen Image-Schaden"

Simcity dürfte da auch noch so ein Beispiel sein. Ich muss leider sagen ich hätte mir gerne BF4 gekauft, dank eines Bugs kann ich das Spiel aber gar nicht spielen. Gut das ich die Beta gespielt habe und mir dann gesagt habe, mit mir nicht.

Das Problem die Beta lief ja gut zwei Wochen vor der Veröffentlichung und es wurden so viele Bugs gefunden dass das Bugforum überlief. Kein Entwickler der Welt hätten diese Massiven Bugs bis zum Release beheben können. Da halfen dann auch die Beschwichtigungen der User nicht das es eine Beta ist.

Man kann CoD ja viele vorwerfen, nicht zuletzt die Grafik und die schlechte Optimierung für den PC. Aber es ist Bugfrei und das macht später einen nicht unwesentlichen Anteil einer Kaufentscheidung aus.