Mit dem Release von Battlefield 4 haben sich die Entwickler von DICE und der Publisher Electronic Arts nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Regelmäßige Serverabstürze, Lags, Probleme mit Grafik und Ton, sowie der fehlerhafte Code haben einige der Veteranen der Serie regelrecht auf die Palme getrieben. Nun äußert sich EAs Präsident Andrew Wilson zu dem Thema.

Zu viele Ambitionen führten zu dem Release-Desaster

Wie Wilson gegenüber Eurogamer anmerkte, sei der Zustand, in dem man Battlefield 4 auslieferte, inakzeptabel gewesen. Man habe jedoch seine Lektion gelernt, so dass ein weiteres Desaster dieses Ausmaßes nicht mehr zu erwarten sei.

Schuld daran seien laut Wilson die Ambitionen des Entwicklerteams. Man wollte riesige Multiplayer-Karten, eine zerstörbare Umgebung, eine native 1080p-Auflösung und solche Sachen bieten, was bei der Anzahl der gleichzeitig angestrebten Features schon mal in die Hose gehen kann.

Das Ergebnis sei laut Wilson weder für ihn selbst, noch für das Team von DICE akzeptabel gewesen, weshalb man nach dem Release des Spiels auch unermüdlich daran arbeitete, um aus Battlefield 4 das Spiel zu machen, was es schon zum Launch hätte sein müssen.

Man möchte auch in Zukunft Risiken eingehen

Gleichzeitig wollte der EA CEO keine Versprechungen geben, dass man nie wieder Probleme mit einem Spiel bekommen wird.

“Es wäre unaufrichtig für mich, hier zu sitzen und zu sagen ‚Wir werden nie wieder ein Problem haben‘, denn das würde bedeuten, dass wir niemals mehr die Grenzen überschreiten würden. Und ich will nicht dieses Unternehmen sein. Ich will ein Unternehmen sein, welches führend, innovativ und kreativ ist. Aber man kann damit beginnen, Dinge zu tun, die dir eine bessere Handhabung und eine bessere Übersicht darüber liefern, was potentiell eine Herausforderung sein könnte“, so der Macher.

Man möchte den Teams daher zukünftig viel mehr Zeit für die Entwicklung der Spiele einräumen und die Titel in den Beta-Tests auf Herz und Nieren prüfen, bevor diese im Regal landen. Den Vorwurf, man habe DICE zu einem verfrühten Release gezwungen, weist Wilson jedoch vehement zurück. Zudem versicherte er, dass Battlefield Hardline sehr ausführlich getestet werde, um eine Wiederholung des Desasters zu verhindern.


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