Düstere Umgebung in TERATERA ist nun seit über einem Monat hier in Europa draußen. Doch was ist das MMORPG – ein langweiliger Asiagrinder ohne Endgame oder ein tolles PvP-Spiel mit netten PvE-Beschäftigungen? In dieser Ausgabe von Ausgespielt will ich etwas Licht in die Angelegenheit bringen.

Das erste, das einem in TERA auffällt, ist die Grafik. Diese sieht dank der Unreal 3-Engine einfach fabelhaft aus und schafft es sogar, stabile FPS-Werte zu bringen und das selbst bei sehr hohen Einstellungen und Massenkämpfen – dass die Server von Frogster da nicht so ganz mitspielen, steht auf einen anderen Blatt.

Generell muss man einfach sagen, dass die Umgebung fabelhaft aussieht und die Entwickler sich wirklich viel Mühe gegeben haben, um jedes noch so kleine Detail zu offenbaren. Auch die Monster sehen im Spiel fantastisch aus und damit meine ich nicht nur die Texturen oder ähnliches, auch die Ideen, die die Entwickler für das Aussehen der Monster hatten, sind Wahnsinn, besonders wenn man einfach mal Lust auf einen Tapetenwechsel hat, also weg vom Standard-Aussehen der Orks und Zombies will.

Das ist das Offensichtliche, doch wie sieht es mit spielerischen Aspekten aus? Die Charaktererstellung ist vorbildlich und viele Entwickler dürfen sich gerne daran ein Beispiel nehmen! Bei den Klassen in TERA hätte ich mir eine etwas interessantere Auswahl gewünscht. Nicht nur dass der normalerweise 08/15-Krieger aus anderen MMOs hier in 4 Klassen aufgeteilt wurde, sondern auch, dass die restlichen 4 Klassen ( Zauberer, Mystiker, Priester und Bogenschütze) so gar nichts Neues bieten. Gut, lieber auf etwas Bewertes setzen und dafür sind die Klassen zumindest nicht verkorkst. Doch das stimmt leider auch nicht so ganz, die Klassen sind zum Teil sehr unausgeglichen. Besonders beim Mystiker wissen momentan einige Spieler nicht, wohin mit dieser Klasse.

Instanzen hui, Quests pfui!

Der Lanzer blockt den Angriff des VampirsVon den Klassen einmal ganz abgesehen hat TERA sowieso ein ganz anderes Problem, denn die Levelphase gehört zum Langweiligsten was ich in einem MMO je sehen durfte. Die Quests sind durchgehend im „Töte 10 davon und bring mir 10 hiervon“-Stil gehalten und zu allem Überfluss dauert das Leveln recht lang. Man verstehe mich hier nicht falsch, ich habe nichts von vornherein gegen das Leveln, aber wenn es so öde gestaltet wurde wie in TERA kann ich drauf verzichten. Das einzige Positive in TERA während der Levelphase sind die Instanzen.

Und da muss ich Bluehole Studios wirklich gratulieren, dank dem aktiven Kampfsystem sind die Bosskämpfe in den Inis alle sehr fordernd und machen einfach durchweg Spaß, auf dem Weg zu Level 60 hätte es davon ruhig mehr geben können!

Aber wie ist das eigentlich generell, wenn man das Maximallevel erreicht hat, was erwartet einen noch? Das erste ist natürlich das Equip, wie in jedem anderen MMO auch. Hierfür gibt es zwar keine Raid-Instanzen wie in anderen MMOs, dafür darf man aber die heroische Version der 5-Mann-Instanzen abklappern und sich neuen Herausforderungen stellen. Das eingebaute Instanzen-Suchsystem vereinfacht die Suche nach einer Gruppe.

Dann gibt es da noch das Craften… das macht am Anfang noch relativ viel Spaß, wird aber später zur einer wahren Tortur. Wer das Maximallevel im Craften erreichen will und das auch noch in einer normalen Zeitspanne, braucht wohl oder übel eine Gilde, denn die ganzen Materialien, die man zum Herstellen von Items braucht, wachsen später nicht mehr nur am Wegessrand. Vielmehr braucht man auch bestimmte Items von bestimmten Monstern, und das am besten in Massen, sonst sieht man dort kein Land.

In einer Gilde sollte man sein

Der Lanzer schlägt zurückGenerell muss man sagen, dass man ohne Gilde in TERA einiges verpasst. So kann man mit einer Gilde beispielsweise Gildenkriege gegen andere Gilden anfangen. Ist dies geschehen, können sich die Gilden außerhalb der Städte jederzeit angreifen. Für jedes getötetes Gildenmitglied gibt es dann Punkte, sollte man den Gildenleiter töten sogar noch mehr. Wer zum Schluss dann die meisten Punkte hat gewinnt.

Leider funktioniert das nicht immer ganz so wie gehofft, denn entweder wird man als einzelner Spieler von einer Horde feindlicher Gildenspieler angegriffen oder die Gegner stehen nur in der Stadt und warten bis der Gildenkampf vorbei ist. Das passiert dann meist in einer Kombination aus beiden genannten Punkten.

Auch sonst lebt das Spiel vom PvP-System, wenn man auf einen PvP-Server spielt, kann von jedem und überall angegriffen werden. Das hört sich jetzt zwar nach einer Menge Ganken an, ist aber dank des Verrufenheitssystem nicht ganz so das Problem. Jedes Mal, wenn jemand einen anderen neutralen Spieler angreift, bekommt er Verrufenheitspunkte auf seinem Konto gutgeschrieben. Besitzt du davon zu viele, kannst du von jedem Spieler ohne Strafe angegriffen werden. Das Konto selbst baut nur sehr langsam die Punkte ab. Um das Ganze zu beschleunigen, müsste man dann eine Menge Mobs farmen, also überlegt man es sich zweimal, ob man jemanden angreift oder nicht.

Was TERA aber immer noch schuldig bleibt sind die Schlachtfelder, diese wurden wohl aufgrund eines Bugs entfernt und sollen irgendwann nachgepatched werden, wann genau das sein soll ist noch nicht bekannt. So lange auf sich warten sollten diese allerdings nicht, denn nur Gildenkämpfe und hier und da ein kleines Deathmatch wird die PvPler nicht ewig bei Laune halten.

Wo Bluehole aber richtig gute Arbeit geleistet hat, ist beim Politiksystem. Hier kann sich ein Gildenleiter als Bürgermeister eines bestimmten Gebietes zur Wahl stellen. Dank diesem System gibt es richtige Wahlkämpfe unter den Gildenm jeder versucht die Stimmen des Volkes durch Wahlversprechen für sich zu gewinnen. Die Befürchtungen, dass sich die großen Gilden die Stimmen untereinander zuschieben und kleinere Gilden gar keine Chancen haben, sind bis jetzt unbegründet.

Mein Fazit

TERA dürfte nicht sehr viel für die ganzen PvE-Fans da draußen bieten, aber das ist auch gar nicht so schlimm, denn das PvP bietet momentan noch genug Abwechslung. Doch Vorsicht, TERA steht unter Zugzwang, denn Guild Wars 2 steht am Horizont bereit und bietet gleichermaßen etwas für PvP- wie auch PvE-Fans und es setzt nicht auf Abogebühren!

Stehst du auf PvP-Inhalte, hast nichts gegen langweiliges Questen und willst mal ein neues Kampfsystem ausprobieren, könnte TERA jedoch auf jeden Fall etwas für dich sein. Wo du das Spiel aktuell zu einem guten Preis bekommst, erfährst du in unserem TERA Key-Preisvergleich, günstige Gamecards gibt es in unserem TERA Gamecard-Preisvergleich!


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Kommentare zu "Ausgespielt: TERA – Fantastisch oder fatal?"

Tera war ganz ok, aber ich habe am WE TSW gespielt und das ist ja mal 1000 Mal besser <3

Keys gibt es schon seit einem Monat für knapp 20€ und ist es absolut nicht wert.
Tera ist einfach nur bescheuert designed (Damit meine ich nicht die Grafik). Die Leute die da ran gearbeitet haben, sollten nochmal zur Schule gehen.

Ich stimme da dem Autor zu die Quests sind einfach schlecht muss man so sagen :\