1,2 oder 3 ob du richtig steht siehst du wenn du Ausgespielt liestAnfang Juli war The Secret World bereits Thema in unserer Spiele-Kolumne „Ausgespielt“. Damals blickte ich auf die Beta des Spiels zurück. Heute nun, rund einen Monat nach dem offiziellen Release, will ich noch einmal ein Fazit ziehen und einige Punkte beleuchten, dir mir gut und nicht ganz so gut gefallen.

Das Erste, was man meiner Meinung nach zu TSW sagen muss ist, dass es definitiv nicht für MMO-Neulinge gedacht ist. Gerade am Anfang des Spiels überflutet einen das Spiel mit vielerlei Neuerungen wie einem losen Klassensystem, schwierigen Quests und einem Crafting-System, bei dem man am Anfang nicht so leicht durchsteigt. Hat man aber erst mal begriffen, was TSW von einem möchte, dürfte es wohl aktuell das offenste und spielerfordernste Themenpark -MMO sein.

In dieser Ausgabe möchte ich daher mal eine kleine Übersicht darüber geben, was mir bis zum „Endlevel“ gut gefallen hat und was eher weniger. Fangen wir am besten mit dem Positiven an!

Quests

Mission Schmutzwäsche bei The Secret WorldDas Questen in TSW macht Spaß! Vor allem die Sabotage- und Untersuchungsmissionen sind einfach nur der Hammer, besonders weil es mal nicht darum geht, so schnell wie möglich 1-5 auf der Tastatur zu hämmern und dabei so viele Monster so schnell wie möglich hintereinander weg abzufertigen. Nein, bei vielen Missionen ist vielmehr Köpfchen gefragt.

Da gilt es dann z.B.  einen bestimmten Satz in der Bibel zu finden oder eine Zahlenfolge zu vervollständigen und das ist nicht mal eben so in 5 Minuten geschafft, wenn man sich keinen Guide zur Hilfe nimmt, sondern kann auch schon mal eine Stunde und mehr dauern. Dafür wird man dann aber auch mit einem Haufen an Erfahrung belohnt. Leider lassen die Sabotage- und Untersuchungsmissionen in den späteren Gebieten was die Masse betrifft etwas nach, aber mit jedem Content-Patch sollen neue Quests dieser Art hinzukommen.

Wer jetzt glaubt, dass TSW ein generelles Quest-Problem hat, der irrt: Bis zum End-Level gibt es genügend Missionen. Daher gehört für mich das Questsystem zu dem besten, was die Spielebranche momentan zu bieten hat und auch Guild Wars 2 wird in diesem Bereich wohl leider nicht ganz ran kommen.

Das Klassensystem

Man darf sich selber eine Klasse schaffenIch gebe es zu, ich hasse es in eine bestimmte Rolle zu passen. Seit jeher habe ich immer versucht, eine Klasse zu spielen, die ein Mix aus bestimmten Klassen ist und man nie so ganz identifizieren konnte, was sie eigentlich genau darstellt. Gerade hier kommt mir TSW sehr gelegen, denn es gibt einfach kein „Du bist jetzt Tank und das bleibst du, bis du dir einen neuen Charakter erstellst“.

Klar gibt es hier so etwas wie einen Tank, Heiler oder DD, aber jeder hat gleich viel zu tun. Versagt ein DD ist das schlecht, versagt der Tank ist das ebenfalls schlecht. Im jeden Kampf muss jeder für sich selbst aufpassen und man kann sich nicht wie in manch anderen MMOs auf den Schultern anderer Klassen ausruhen wie z.B. dem Heiler.

Das Erfreuliche ist, dass selbst nach einen guten Monat noch keine sogenannte „Cookie Cutter Skillung“ gefunden wurden. Zwar gibt es immer wieder Threads im Forum, in denen gemeint wird, dass diese und jede die beste Skillung ist, aber andere Skillungen setzen sich dann auch immer wieder durch. Gerade hier scheint es, als hätte Funcom es geschafft, den Spielern ihre Individualität  zu belassen.

Umgebung und Instanzen

Ich mag Orks, ich mag Elfen, aber ich bin ehrlich, ich vermisse sie nicht in TSW. Jedes Jahr erscheint ein neues Mittelalter-Fantasy-Spiel und irgendwann war es einfach zu viel. Gerade TSW bietet dort eine Abwechslung. Keine Elfen, keine Gnome, dafür aber Magie, Schusswaffen und andere Nahkampfwaffen wie Schwerter und Fäuste.

Seltsamerweise passt das alles ziemlich gut zusammen, wer hätte schon gedacht das ein Feuermagier mit einer Schrottflinte so gut harmoniert? Das Spiel erinnert mich an jeder Ecke irgendwie an die Fernsehserie Supernatural. Man bekommt immer ein leichtes Frösteln, egal ob es gerade Tag oder dunkle Nacht ist und das trägt dieses Spiel einfach.

Auch in den Instanzen passt es einfach super, wenn man eine uralte rumänische Anlage besucht, die von Vampiren und anderen düsteren Wesen heimgesucht wird. Doch nicht nur die Umgebung ist super, auch die Bosskämpfe sind unterhaltend. Man kann meist ziemlich sicher davon ausgehen, dass man die ersten 2-3 Versuche in den Sand setzt, wenn noch keiner in der Instanz gewesen ist.

Guides sind zwar hier wie überall ziemlich hilfreich, aber besitzt man einen wachen Geist, weiß man nach einigen Versuchen, worauf es bei dem Boss ankommt und entwickelt eine eigene Strategie, wie man ihn besiegen kann. Und das Tolle ist: Die meisten Bosse sind nicht unbedingt Equip-abhängig. Achtet man auf seine Umgebung und weicht den ganzen Fallen und Attacken schnell genug aus, kann man fast jeden Boss besiegen. Hier zählt also Skill mehr als Equip!

>> Tipp: Ausführliche Guides zu den Dungeons in The Secret World findest du in unserer TSW-Dungeon-Liste!

Endgame

Die Elite-Instanzen sind nicht wirklich fordernd, sondern sollen einen nochmal schnell auf ein ordentliches Itemniveau bringen, bevor man dann in die Alptraum-Instanzen geht. Aber auch hier muss man die Elite-Instanzen nicht erst 20 mal abfarmen, bevor man dem Alptraum-Modus betreten kann. Die Alptraum-Instanzen sind schon etwas fordernder und verlangen viel Konzentration.

Auch wenn man das beste Equip erreicht hat, wird man nicht unbedingt alle Skills besitzen, die es im Spiel gibt, sondern wird selbst danach noch weiter versuchen, an neue Skills ran zu kommen, um sich schließlich dann die ultimative Skillung zu basteln, oder was man dafür hält. Auch die monatlichen Updates werden dafür sorgen, dass man immer wieder etwas zu tun hat.


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Kommentare zu "Ausgespielt: 1 Monat The Secret World – Was mir gefällt und was nicht"

Um es kurz zu halten… ich kan ich questete und ich war süchtig! werde TSW (insofern sie es nicht so versauen wie SWTOR)weiterhin meine Aufmerksam schenken

Bin ziemlich der gleichen Meinung. Die Atmosphäre und die Quests hauen einem Anfangs den Atem weg. Es entsteht ein ziemlich hoher Suchtfaktor.

Aber bereits ab Ägypten machte sich Frust breit. Dumme Prügelquests, ala 10 Monster killen nahmen zu und Kleinigkeiten der Steuerung nervten mehr. Überall bleibt man hängen und muss Riesengebiete umlaufen, um von A nach B zu kommen.

Das Endgebiet "Karparten" ist nach dem großen Anfang eine Zumutung. Kaum noch Quest die man alleine schafft und zum Großteil nur noch dumme Prügelquests durch Massen von Monstern.
Viel Licht, aber auch leider viel Schatten.

Nun ja das man Quests nicht mehr alleine schafft finde ich ok gibt ja ne Menge Leute auf einen Server die ein helfen können und dafür ist es ja nen MMO 🙂

Nutze die Pause bis MOP für TSW und bin begeistert. Ja klar: kleinere Bugs und Stellen an denen der Char festhängt gibt es, aber das stört mich nicht so. Allerdings spiele ich TSW eher beschaulich und lasse mir viel Zeit.

Positiv: Keine festen Skilltrees; Quests wiederholbar; non-Fantasy-Setting; Grafik; Story; keine Addon-quasi-pflicht; kurzes Questlog; Stats hängen am Talisman und nicht an der Kleidung (dadurch bleibt ein Char individueller)

Negativ: vermeintlich simple Bugs (Anzeige-Bug im Auktionshaus/ Bank) nerven; teurer Item-Shop; mehr fällt mir aktuell nicht ein 😀

Zum Hängenbleiben. Spiele seit Ende Juli Anfang August.
Weiß nicht ob das mit Patch 1.1 überarbeitet wurde, aber bislang bin ich nicht einmal hängen geblieben.
MfG ThomThom – Kobolt (DHM Support Heiler)

Damage-Support Heiler (+Krit Verlangsamung Heilung)
Such zur Zeit jemand im Endbereich Kingsmouht, welcher gerne aktiv regelmäßig mit mir Questen möchte. Locker und in Ruhe, gerne über meinem TeamSpeak 3 Server.
ThomThom

Guten Tag,
also deine Punkte die dir persönlich nicht gefallen kann ich nicht ganz nachvoll ziehn.

Zumal ich bisher genau 3 Quests hatte die verbuggt waren von 600…
2 der 3 Quests konnte ich abschließen das ich die Dimension gewechselt hatte.

Das Quests in einem Gebiet zu schwer sind kann ich auch nicht bestätigen, ich Queste kann entspannt alleine.
Allerdings könnte es für Neulinge echt hart werden^^

Das "endgame" ist mal sehr gut gelungen und im PvP ist man dann Oneshot, wenn man eben nicht genug Lebenspunkte hat und selber keinen Schaden macht…
Habe gestern mit einem Gildenkollegen ein 2 vs 11 hingelegt und wir haben alle besiegt. Das mit PvE Equip und genau das ist was mir hier sehr gut gefällt.
Den man braucht nicht extra PvP Equip um im PvP zubestehen!

Alptraum Instanzen sind sehr anspruchsvoll und das ist auch wieder was mir persönlich gefällt.
Man überlege es gibt wieder mal zugangsquests um überhaupt da reinzukommen 🙂

Desweiteren sollte man eher auf die massiven Instanzen Buggs hinweissen! Wo fast in jeder Instanz irgendein Boss verbuggt sein kann, aber meistens der fall ist.

MfG Lowless