Atari LogoBereits im Mai dieses Jahres ereilte Atari das gleiche Schicksal wie einst Publisher THQ. Nach der Insolvenz wurden die Assets und Marken des Unternehmens an die Interessenten veräußert. Nun meldete sich Gründer Nolan Bushnell im Rahmen eines Interviews zu Wort und klagt diverse Aktionäre an, das Unternehmen für ihre Zwecke missbraucht zu haben.

„Es ging ihnen nur darum, Gehälter zu kassieren“

Wie Bushnell in einem Gespräch mit dem Online-Magazin VG 24/7 verriet, hatten viele der Atari-Aktionäre gar kein Interesse an der Spielebranche oder daran, das Unternehmen zu retten, sondern waren einzig und allein darauf erpicht, vor dem Aus noch ihre Tantiemen zu kassieren. Nach Aussage von Bushnell wurde er selbst nur eingestellt, damit die Aktionäre ihre hohen Gehälter kassieren konnten.

„Wenn man sich die Sache genau anschaut, dann wollten sie mich zwar an Bord haben, aber nach rund einem Jahr wurde mir klar, dass das alles nur Augenwischerei war. Es ging nicht um die Inhalte und auch nicht darum, das ich etwas Einzigartiges oder Interessantes erledige. Es war nur Mittel zum Zweck, um sich selbst große Gehälter auszahlen und die Marke weiter pflegen zu können”, so Bushnell.

Eine starke Marke ist schwer zu töten

Wie der Unternehmensgründer erklärte, generierte die Marke Atari allein aufgrund des bekannten Namens rund 10 Millionen US-Dollar an Lizenzgebühren jährlich. Und das nur durch T-Shirts, Bettwäsche und Peripheriegeräte. Die Aktionäre hätten jedoch keinen Finger gerührt, um das Unternehmen für die Zukunft zu wappnen, weshalb Atari letztendlich in die Insolvenz gehen musste.

An den endgültigen Tod der Marke glaubt Bushnell jedoch nicht. „Es stellt sich heraus, dass es schwierig sein wird, eine Marke wie Atari endgültig zu erledigen.“ Er schließt daher nicht aus, dass Atari eines Tages zurückkehren wird.


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Kommentare zu "Atari: Das Unternehmen wurde durch die Aktionäre missbraucht – Gründer Nolan Bushnell im Interview"

Wird leider nicht das einzige Unternehmen in der Spielebranche gewesen sein. Denn die Aktionäre haben langsam gemerkt das sich in der Spielebranche ordentlich Geld verdienen lässt. Und das tolle man muss selber nichts dafür tun wie bei Audi und co.
Wie gesagt wird nicht das letzte unternehmen gewesen sein.