ArmA 3 - Soldat bei der BeobachtungWie griechische Newsseiten berichten, wurden auf der Insel Limnos zwei Tschechen verhaftet, nachdem sie Fotos und Videos von militärischen Installationen machten. Die beiden nun unter Spionageverdacht stehenden Personen stellten sich als Mitarbeiter des Entwicklers Bohemia Interactive (DayZ) heraus, die offenbar Referenzmaterial für das kommende Actionspiel ArmA 3 sammelten.

ArmA 3 wird auf der griechischen Insel Limnos spielen, wo sich die beiden tschechischen Entwickler, laut Eurogamer 28 und 33 Jahre alt, zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung aufhielten und eine Militäreinrichtung ablichteten. Laut Aussagen der beiden Entwickler sollten die Aufnahmen bei der Entwicklung des Spiels helfen. Wie Eurogamer weiter berichtet, habe ein ArmA-Fan das Studio bereits im August gewarnt und u.a. erklärt, dass es illegal sei, Fotos der Militärbasis auf Limnos zu machen.

In einer Pressemitteilung bestätigte Bohemia am gestrigen Abend, dass zwei Mitarbeiter des Studios während ihrer Urlaubsreise auf der Insel festgenommen worden seien. Die beiden hätten die Insel nur aus einem einzigen Grund besucht: Um die wunderschöne Umgebung zu genießen.

„Seit seiner Gründung im Jahr 1999 hat Bohemia Interactive nur Spiele basierend auf öffentlich zugänglichen Informationen entwickelt. Wir respektieren immer das Gesetz und haben niemals jemanden dazu angestiftet, diese in einem Land zu verletzen. Das Gleiche gilt für ArmA 3“, so CEO Marek Spanel. Alle Bemühungen seien derzeit darauf gerichtet, die beiden Inhaftierten sowie ihre Familien und Freunde, die ebenfalls von dieser schwierigen Situation betroffen seien, zu unterstützen.

In Griechenland kam es bereits 2001 zu einem ähnlichen Fall. 12 britische Planespotter, die während einer Flugshow auf einer Militärbasis bei Kalamata fotografierten, wurden anschließend verhaftet. Angedroht wurde ihnen die Höchstrafe für Spionage: 20 Jahre Haft. Nach sechs Wochen wurden sie dann gegen eine Kaution von rund 11.000 € freigelassen, die Klage erst ein Jahr später fallen gelassen. Auch den beiden Bohemia-Mitarbeitern könnte nun die Höchststrafe drohen. Wir halten dich natürlich auf dem Laufenden, sollte es weitere Informationen zum Fall geben.


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Kommentare zu "ArmA 3: Bis zu 20 Jahre Haft? – Bohemia-Mitarbeiter wegen Spionage verhaftet"

Schwer, einerseitz hee wenns dazu nen Gesetz sollte man es nicht tun, aber wenn eine Millitäranlage zufällig mit drauf ist auf den Fotos….boha man kanns auch übertreiben bin mal gespannt was daraus wird.

Die Frage ist ob es so ein aufschrei geben hätte wenn das jetzt kein Entwickler passiert wäre.