Dan Pinchbeck, Autor des britischen Entwicklerstudios “The Chinese Room”, hat sich in einem umfangreichen Interview zu den Herausforderungen bei der Entwicklung des kommenden Horror-Adventures Amnesia: A Machine for Pigs geäußert. Auch kam der Macher auf den Unterschied zwischen dem aktuellen und dem vorherigen Projekt des Studios zu sprechen.

Keine große Umstellung für das Studio

Nach dem durchschlagenden Erfolg ihres Indie-Adventures Dear Esther, das mit einer großartigen Atmosphäre, schwierigen Themen und einer obskuren Erzählweise die Herzen vieler Spieler im Sturm eroberte, hat sich das britische Entwicklerstudio “The Chinese Room” an das Franchise aus dem Hause Frictional Games gewagt, um mit Amnesia: A Machine for Pigs einen indirekten Nachfolger zum Erstlingswerk “The Dark Descent” zu entwickeln.

Wie Autor Dan Pinchbeck in einem Gespräch mit dem britischen Magazin Edge erklärte, war der Sprung von Dear Esther zu A Machine for Pigs gar nicht so groß, wie man zuerst vermutete. Man habe zuvor bereits mit der Half-Life 2-Mod “Korsakovia” einige Erfahrungen im Bereich psychologischer Horror sammeln können, die nun in Kombination mit dem düsteren Schreibstil des Autors dem neuen Titel zugutekommen.

Die Kraft der Vorstellung

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung eines Horror-Titels liegt laut Pinchbeck darin, sich auf die Stille und die Leere als mächtige Design-Werkzeuge zu verlassen, ohne dabei in Panik zu geraten und jede freie Stelle im Spiel mit Anreizen für die Spieler vollzupflastern. Der Kern der Entwicklung liege dabei viel mehr darauf, dem Spieler gerade genug Impulse zu geben, um den Horror in seinem Kopf zu entfachen und sich dann unaufdringlich zurück zu ziehen, während er seiner Fantasie freien Lauf lässt.

“Es gibt buchstäblich nichts, was du zeigen oder tun kannst, was noch erschreckender sein könnte als das, was die Spieler sich in ihren eigenen Köpfen vorstellen”, so der Entwickler. Die Kunst bestehe daher darin, diesen Horror zu säen und den Spieler in ein wirklich fesselndes Konstrukt zu verfrachten, aus dem er nicht entkommen kann und das er fortwährend mit seinen eigenen Horrorvorstellungen füllt.


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Kommentare zu "Amnesia: A Machine for Pigs: Autor Dan Pinchbeck über die Herausforderungen bei der Entwicklung"

Das war auch das was Dead Space in seinen ersten zwei Teilen wunderbar konnte. Das Gefühl von nichts rüberbringen. Es gab manchmal Minuten lange Abschnitte wo nichts aber auch gar nichts passierte, und dennoch war es beängstigend. Eben weil die Phantasie mal wieder mehr draus machte als da eigentlich ist. Das haben sie ja in 3 nicht mehr hinbekommen.

Auf den neuen Amnesia Teil bin ich schon sehr gespannt. 🙂