Aliens: Colonial Marines - RettungstruppBeim Survival-Shooter Aliens: Colonial Marines haben sich Entwickler Gearbox und Publisher SEGA nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Nicht nur, dass sich die veröffentlichte Release-Version optisch stark von der im Jahre 2012 präsentierten Demo unterschied, auch das Endergebnis war qualitativ alles andere als berauschend. Nun wurden beide Unternehmen verklagt.

Die Anklagepunkte

Der Kalifornier Damion Perrine wollte sich mit dem Eingeständnis von SEGA in Bezug auf irreführende Trailer offenbar nicht zufrieden geben. So gab er der kalifornischen Anwaltskanzlei Edelson LCC den Auftrag, die Klage gegen die beiden Unternehmen durchzusetzen. Als Grund führt die Kanzlei irreführende Werbung und bewusste Täuschung der Vorbesteller an.

Die auf der PAX East 2012 und der E3 2012 gezeigte Demo-Version des Spiels spiegelte nicht die tatsächliche Qualität des Endproduktes wieder. Man habe dem potentiellen Kunden keine “akkurate Darstellung” des finalen Spiels gezeigt und somit die Spieler vorsätzlich getäuscht.

Viel schwerer wiegt jedoch der zweite Anklagepunkt, nämlich die Tatsache, dass SEGA den Umstand durch das Verhängen eines Embargos für die Fachpresse bis zum Release-Tag zu vertuschen versuchte, wodurch man die Vorbesteller nicht rechtzeitig über die tatsächliche Qualität des Spiels informieren konnte. Das Embargo endete erst am Tag der Veröffentlichung des Spiels, am 12. Februar 2013.

Die Forderungen

Der Kläger fordert nun finanzielle Entschädigung für die getäuschten Käufer. Auf die Frage des Online-Magazins Polygon, weshalb man sich entschieden habe, diesen Fall anzunehmen, antwortete der Sprecher der Anwaltskanzlei, Ben Thomassen: “Die Spielerschaft hat heftig auf die Veröffentlichung von Aliens: Colonial Marines reagiert. Wir denken, die Videospielindustrie ist nicht anders als jede andere Industrie, die mit den Verbrauchern zu tun hat. Wenn Unternehmen wie SEGA und Gearbox ihren Kunden das Eine versprechen und dann etwas ganz Anderes liefern, dann müssen sie für diese Entscheidung zu Rechenschaft gezogen werden.”

Wie Polygon verriet, hat man sich an Gearbox und Sega gewandt und beide um einen Statement zu der Klage gebeten. Sollte sich eines der Unternehmen dazu entscheiden, sich zu dem Thema zu äußern, werden wir darüber berichten.


PS: Folge uns auf Twitter oder abonniere unseren RSS Feed, um nichts zu verpassen!


Verwandte Preisvergleiche

Kommentare zu "Aliens: Colonial Marines: Klage gegen Gearbox und SEGA wegen irreführender Werbung"

Tja der Grund warum viele Leute einen Spiel nicht mehr trauen was zu lange unter NDA steht. Und ja natürlich ist die Gaming Branche und ihre Kunden nicht anders "als jede andere Industrie, die mit den Verbrauchern zu tun hat."
Wird Zeit dass das auch mal die Publisher und Entwickler begreifen.
Und wenn das nur über klagen geht dann soll es eben so sein.
Ich wünsche der Anwaltskanzlei viel glück bei ihren Unterfangen.
Ich möchte mir gar nicht ausmahlen was passiert wenn das Ganze scheitert. :\

Ich hab weder das Spiel gespielt noch kann ich mich an den Trailer erinnern. Aber irgendwas böses in mir freut sich über die News. Einfach mal, um ein Zeichen zu setzen. 🙂

@Kowaltzki: Oh ja, wenn es scheitert wirds doof. Dann haben wir wohl den gegenteiligen Effekt.