Logo von Activision BlizzardDass Activision Blizzard sich demnächst von der Muttergesellschaft Vivendi für rund 8,2 Milliarden US-Dollar freikaufen möchte, haben wir bereits im vergangenen Monat berichtet. Insgesamt 85 Prozent der Aktienanteile will man mit Hilfe der Investoren und Bankkredite von Vivendi zurück erwerben. Einem der Anteilseignern scheint der Deal jedoch gegen den Strich zu gehen.

Der Aktionär Todd Miller reichte vor Kurzem eine Klage wegen der Verschwendung von Unternehmensressourcen, Verletzung von Treuepflichten und unrechtmäßiger Bereicherung gegen Activision Blizzard ein. Gleichzeitig forderte der Anteilseigner, den Deal zwischen Vivendi und Activision zu verhindern und in Zukunft solche einseitigen Geschäfte zu unterbinden.

Laut Miller wird das Investmentkonsortium ASAC II LP, das insgesamt 2,34 Milliarden US-Dollar zum Kauf der Aktien beitragen möchte, nach Abschluss der Transaktion zum größten Teilinhaber von Activision Blizzard aufsteigen und mit insgesamt 172 Millionen Aktien (rund 24,9 Prozent) rund ein Viertel des Unternehmens besitzen.

Zum Investmentkonsortium ASAC II LP gehören unter anderem der Activision-CEO Bobby Kotick sowie einige ehemalige Führungspersonen von Vivendi, die aufgrund eines zehnprozentigen Nachlasses auf Activisions Schlusspreis nach Abschluss des Geschäfts einen Sofortgewinn von 644 Millionen US-Dollar erhalten, während das Unternehmen Activision Blizzard vom Privatverkauf in keiner Weise profitiert.

Ob Millers Klage Einfluss auf den Deal zwischen Vivendi noch Activision haben wird, werden die nächsten Wochen zeigen. Keines der beide Unternehmen hat sich bisher zu dem Thema geäußert.


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