Valve: Virtual Reality mit aktueller Hardware nicht realisierbar

Valve logoDie Spiele- und Software-Schmiede Valve arbeitet derzeit an gleich mehreren spannenden Projekten. Einige davon werden aber wohl noch länger in der Entwicklung bleiben. Eines dieser Langzeitprojekte ist “Virtual Reality”. Laut Valves eigener Studie ist diese mit der aktuellen Hardware schlicht nicht realisierbar. Das größte Problem dabei stellt scheinbar die Latenz dar.

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Valve hat erst im vergangenen Jahr die Innovationsarmut in der Spielebranche bemängelt. Zu viele Unternehmen setzen auf Altbewährtes, anstatt neue Wege zu gehen, hieß es seitens der Entwickler. Manche Innovationen sind jedoch derzeit einfach nicht möglich, wie man nun selbst feststellen musste.

Die Virtuelle Realität, an der Valve derzeit werkelt, ist mit der heutigen Hardware einfach nicht realisierbar, musste man im Rahmen einer eigenen Studie erkennen. Bis das Produkt massenmarkttauglich wird, werden also noch einige Jahre ins Land ziehen.

Wie Michael Abrash, einer der Valve-Ingenieure, in seinem Blog-Beitrag auf der offiziellen Seite des Unternehmens erklärte, bremst der aktuelle Stand der Technik die Entwicklungen zu stark aus. Dabei ist nicht die Framerate im Spiel das Problem. Viel mehr macht die Latenz dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Im VR-Betrieb laufen die im Valve-Labor getesteten Spiele mit rund 50-100 Millisekunden Unterschied zwischen der Eingabe eines Spielers und der Reaktion der Spielfigur. Die Eingabeverzögerung sorgt daher dafür, dass das Spielerlebnis ungenießbar wird.

Laut Abrash würde das Gefühl einer Immersion nur aufkommen, wenn man es schaffen könnte, die Werte zwischen 7 und 15 Millisekunden zu halten. Bis aber die dafür nötige Hardware im Handel erscheint, wird Virtual Reality wohl vorerst nur eine Zukunftsvision bleiben.

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