Sony Online Entertainment: “Zynga hat dem Free2Play-Modell einen fürchterlichen Bärendienst erwiesen”

Sony Online Entertainment LogoIm Zuge eines umfangreichen Interviews äußerte sich John Smedley, Präsident von Sony Online Entertainment, zur aktuellen Lage auf dem Free2Play-Markt und kritisierte, dass F2P-Spiele bei einem Großteil der Spieler noch immer keinen guten Ruf genießen. Die Schuld dafür sieht er bei Zynga, dem Unternehmen, welches für Spiele wie FarmVille und CityVille verantwortlich ist.

“Zynga entwickelt keine Spiele”

Laut Smedley genießen die Free2Play-Titel vor allem bei den „Core Gamern“ keinen allzu guten Ruf, woran der Free2Play-Spieleherstellter Zynga nicht ganz unschuldig sei. “Ich denke, Zynga hat dem Free-to-Play-Modell einen fürchterlichen Bärendienst erwiesen, weil viele ihrer Veröffentlichungen nur Monetarisierungsprodukte sind – keine Spiele”, erklärt der SOE-Präsident. “Die Wahrheit ist, dass es heute viele wirklich gute kostenlos spielbare Titel gibt, einschließlich unseren, und ich denke, PlanetSide ist nun ein Teil der kostenlos spielbaren Bibliothek der Hardcore-Spielergemeinschaft.”

Vor Kurzem brachte Sony Online Entertainment mit PlanetSide 2 die lang erwartete Fortsetzung des Free2Play-Online-Shooters auf den Markt, welcher sich bereits nach kurzer Zeit zu einem sehr erfolgreichen Titel mauserte. Auch weitere Titel im Portfolio des Unternehmens, wie EverQuest und EverQuest 2 sowie das Helden-MMORPG DC Universe Online, können ohne monatliche Gebühren gespielt werden und finanzieren sich durch Mikrotransaktionen im Spiel.

Free2Play-Spieler genau so wichtig wie zahlende Kunden

Wie Smedley im weiteren Verlauf des Interviews versichert, sind dem Unternehmen kostenlos spielende Kunden ebenso wichtig wie die zahlende Hardcore-Spielerschaft. Demnach würden nur rund 10 Prozent der Spieler in PlanetSide 2 für Premium-Inhalte bezahlen. Die restlichen 90 Prozent spielen das Spiel komplett kostenfrei, ohne in irgendwelche Extras zu investieren.

Die kostenlosen Spieler sind jedoch deshalb so wichtig, weil sie das Spiel für zahlende Kunden spielenswert machen, indem sie täglich für ein intensives und spaßiges Spielerlebnis sorgen. Somit stellen beide Spielertypen quasi den „Inhalt für den anderen“ dar, weshalb man sich laut Smedley bei Sony Online Entertainment vor allem die Anzahl der aktiven Spieler und nicht die Anzahl zahlender Kunden anschaut.

Der SOE-Präsident ist sich sicher, dass beide Zahlungsmodelle noch viele weitere Jahre nebeneinander existieren werden. Derzeit werden Gerüchte über eine Umsetzung von PlanetSide 2 für die PlayStation 3 laut. Eine offizielle Bestätigung seitens des Unternehmens fehlt derzeit aber noch.

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