Elite: Dangerous – Kickstarter-Projekt für die Fortsetzung eines Klassikers

Elite Dangerous: Artwork - WeltraumkampfNachdem im Weltall eine ganze Weile Totenstille herrschte und es außer EVE Online kaum nennenswerte Weltraumspiele gab, scheinen diese derzeit wieder an Interesse zu gewinnen. Seinen neuerlichen Aufschwung hat das Genre aber nicht den großen Publishern zu verdanken, sondern den Fans, die über die Kickstarter-Plattform stets ihre Lieblingsentwickler finanziell fördern. Jüngstes Beispiel ist Elite: Dangerous!

Von Fans finanziert

Elite: Dangerous ist das neueste Projekt aus der Feder von David Braben und der neueste Teil einer Weltraumspielserie aus den 80er Jahren, welche von dem kreativen Kopf damals mitentwickelt wurde. Dieser möchte nun mithilfe aktueller Technologie die Vorzüge des Originals aus dem Jahre 1984 in einem neuen und spannenden Weltraumspiel umsetzen.

Nachdem Entwicklerlegende Chris Roberts mit Star Citizen bereits ein Weltraumspiel erfolgreich über Crowdfunding finanzierte und in Lichtgeschwindigkeit mit rund 6,2 Millionen US-Dollar auch gleich einen neuen neuen Crowdfunding-Rekord aufstellte, bitten auch David Braben und sein Entwicklerteam von Frontier Developments die Fans um eine finanzielle Starthilfe, um ihr Projekt zu verwirklichen.

Über das Spiel

Doch worum geht es bei Elite: Dangerous eigentlich? Bei dem Projekt handelt es sich um ein Weltraumspiel. Die Spieler steuern ihre eigenen Raumschiffe durch eine riesige und zufallsgenerierte Galaxie, tragen spannende Kämpfe aus und können auch als Händler oder Piraten die unendlichen Weiten des Weltalls erforschen.

Dabei können die Weltraumpiloten große Distanzen durch so genannte Hyperraum-Sprünge überwinden, um bestimmte Sonnensysteme oder Weltraumstationen schnell zu erreichen.

Elite Dangerous: Artwork

In Elite Dangerous sollen Spieler zahlreiche Möglichkeiten erhalten, ihre Raumschiffe durch verschiedene Upgrades zu individualisieren…

Elite: Dangerous wird seinen Fans einige Möglichkeiten in Hinsicht auf die Entwicklung eigener Schiffe bieten. So können bessere Ausrüstungsteile, Antriebe und Waffen verbaut und das Aussehen des Schiffs durch individuelle Lackierungen angepasst werden.

Das Spiel wird dabei in einem Mehrspieler-Modus gespielt, bei dem es in der Hand der Spieler liegt, ob sie in Konkurrenz oder in Kooperation mit anderen Spielern agieren möchten. Durch ein Peer-to-Peer-System sollen die üblichen Lobbies im Spiel vermieden werden. Stattdessen entscheiden die Spieler selbst, wen sie in ihre Spielwelt reinlassen wollen.

Technische Grundlage bereits vorhanden

Wie Braben erklärt, existiert die technische Grundlage für das Weltraumspiel bereits seit einer ganzen Weile. So hat das Team in den vergangenen Jahren stets an einzelnen Aspekten des Spiels, wie den Grundlagen für den Mehrspieler-Modus und einem skalierbaren Zufallssystem zur Erstellung der Inhalte, nebenher gearbeitet und so einige Teile des Spiels bereits fertiggestellt. Auch erstes Material in Form von Artworks gibt es auf der Kickstarter-Seite zu bewundern.

Elite Dangerous: Artwork - Weltall

Einige Funktionen des Spiels werden bereits seit Jahren nebenher entwickelt…

In einem Vorstellungsvideo stellt der Entwickler das Weltraumspiel ausführlich vor und bedankt sich auch bei den Fans für die bisherige Unterstützung des Projekts. “Das ist das Spiel, das wir bei Frontier schon seit langer Zeit machen wollten. Gewiss ist dies das Spiel, das auch ich persönlich seit langer Zeit machen wollte. Ich habe es sehr genossen, das Original und die Nachfolger zu entwickeln und zu spielen und ich denke, diese Magie wieder zu erschaffen, ist absolut phänomenal und es sieht aus, als wäre dies nun möglich. Wie gesagt, danke an alle, die uns bereits unterstützen.”

Mit Leidenschaft bei der Sache

Das ihm das Projekt sehr am Herzen liegt und bei Frontier Developments echte Weltraumfans am Werk sind, merkt man spätestens dann, wenn der passionierte Entwickler anfängt, über die zahlreichen Möglichkeiten und Pläne für das Projekt zu sprechen. „Ich möchte dieses Spiel für mich selbst entwickeln, denn das ist die Art vom Spiel, die ich selbst gern spielen möchte.”

Warum man sich dazu entschlossen hat, dieses Projekt über die Kickstarter-Plattform zu finanzieren, erklärte David Braben in einem ausführlichen Interview auf Eurogamer.net. So möchte man vor allem den Zwängen der großen Publisher entgehen und unabhängig das Spiel entwickeln, welches man von Anfang an vor Augen hatte.

Spenden und Boni abstauben

Aktuell wurden bereits rund 641.000 britische Pfund von den benötigten 1.250.000 gesammelt und Braben und sein Team haben noch rund 33 Tage Zeit, ihren Traum zu verwirklichen. Wer die Entwickler gerne bei dem Projekt unterstützen möchte, sollte die Kickstarter-Seite besuchen. Dort kann man sich das bisher veröffentlichte Material zum geplanten Weltraumspiel anschauen und auf Wunsch eine Spende einreichen.

Kickstarter-typisch gibt es je nach gespendeter Höhe verschiedene Extras für die Fans. Ab 5 Pfund erhält der Käufer nach dem Release eine Verzierung für sein Raumschiff. Wer mehr spendet, kann einen frühzeitigen Zugang zu der Alpha-Testphase des Spiels erhalten, eine Vollversion des Spiels bekommen oder verschiedenen Planeten, Sonnensystemen und Raumstationen im Spiel einen eigenen Namen verpassen. Bei rund 5.000 Pfund winkt ein Abendessen in Cambridge mit den Entwicklern.

Vielen Dank an unseren Leser Stefanos, der uns auf das Projekt aufmerksam machte! :-)

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Veröffentlicht in: News


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